Programm 2026
Spinnerei - im Anstadt-Zelt(jeweils SA und SO von 16:00-18:00)
Spinnerei ist das Austauschformat im Rahmen von Abolish für alle, die bei zu viel Input eine kurze Pause brauchen – und trotzdem Lust haben, sich wieder einzuspinnen. Hier wird Erlebtes versponnen, Gehörtes auseinandergenommen, Gedanken geteilt und gemeinsam ein roter Faden aufgenommen, der auch mal überraschende Wege nimmt. Es wird gefragt, gelacht, gespielt – ganz ohne Angst, sich im eigenen Fadenknäuel zu verstricken.
Als kontinuierliches Format während des Abolish's bringt die Spinnerei Menschen regelmässig in kleinen Gruppen zusammen – je nach Bedürfnis und Interessen werden passende Themen und Settings gewählt. Runde für Runde werden neue Fäden geknüpft, bestehende Verbindungen weitergesponnen und das Netz verdichtet – mit dem Ziel, dass daraus langfristig ein widerständiges Geflecht entsteht.
Soliznacht ab 18:00
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Auftakt
zum Abolish! Von Serafina Andrew: Was heisst Abolition heute? Sichtbarkeit, Repräsentation und das Politische des Möglichen. Vortrag |
Der Vortrag verbindet politische Dringlichkeit mit einer kulturwissenschaftlichen Perspektive und eröffnet einen Raum, in dem Abolition als offenes, spannungsreiches und kollektives Projekt verhandelt werden kann.
Im Anschluss folgt eine moderierte Gruppenphase, in der zentrale Fragen gemeinsam reflektiert und diskutiert werden.
Der Vortrag wird auf Englisch gehalten.
Samstag 23. MAI
Kinderbetreuung von 12:30 - 17:30
Spinnerei von 16:00-18:00
Soliznacht ab 18:00
Input
Netzwerktreffen
Mit: Medina, Inaya Bern, Inaya Solidinner, Potpourri1312, Tattoo Circus Bern, Infoladen Borke, Besuchsgruppe Eschenhof/Gampelen, Bewegung für den Sozialismus Bern, Raaupe, OpenBordersCaravan
Start beim Vakuum. Einstieg bis 16:45 möglich!
Workshop
Workshop
Abgesagt!!
Vortrag
badr
*(MENA = Naher Osten und Nordafrika)
Sonntag 24. MAI
Kinderbetreuung von 10:00 - 15:00
Spinnerei von 16:00-18:00
Soliznacht ab 18:00
Workshop
Doch damit wollen und können wir uns nicht abfinden. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam erarbeiten, welche widerständigen Handlungsoptionen wir in den verschiedenen «Phasen» einer Abschiebung haben: bei Abschiebegefahr, in Ausschaffungshaft, während dem Abschiebungsvollzug, sowie danach. Zur Einführung wird es einen kurzen Vortrag zur Abschiebepraxis in der Schweiz geben.
Der Workshop wird von Menschen aus Anti-Abschiebeknastgruppen in Bern und Basel moderiert und ist offen für Menschen mit und ohne Erfahrung in diesem Bereich. Das Ziel ist, Fragen und Wissen zu kollektiveren und danach als Handout zur Verfügung zu stellen.
Workshop
Trailor Sparks
https://trailorsparks.net/
Strukturell wird unterschieden in: Was kann ich in dem Moment tun, in dem ich selber vermute, dass ich eine Grenze überschritten habe? Was kann ich in dem Moment tun, in dem ich darauf angesprochen werde? Was kann ich tun, wenn ich lerne, dass mein Verhalten sich wiederholt? Welche lang- und mittelfristigen Möglichkeiten der Arbeit gibt es? Es werden vor allem basics aus dem Bereich der transformativen Gerechtigkeit vermittelt und ein Raum geschaffen, in dem Fragen gestellt werden können, ohne dass du dafür verurteilt wirst.
CN: Es geht in dem Workshop nicht primär um sexualisierte Gewalt sondern um alle möglichen Grenzüberschreitungen und wie das mit struktureller Gewalt zusammen hängt. Sexualisierte Gewalt wird explizit nur im letzten Teil und mit Konsens aller beteiligten Personen angesprochen.
Workshop mit Anmeldung (max. 20 pers.)
Anmeldung via : quarantimes@riseup.net
Workshop
Mit Thomas
https://breakdownthewalls.site36.net/
Anhand zweier realer Beispiele soll nach einem Input in Kleingruppen an diesen Beispielen gearbeitet werden, um zum Schluss in großer Runde wieder zusammen zu kommen und etwaige Ergebnisse, Ideen und Impulse zu teilen.
Abolish Soliparty
RUNNING ORDER OUTSIDE
18.00 - 19.15 Nidor (Digtatrack / Fribourg)
19.15 -20.30 DJ Aunty (Sirens of Lesbos / Bern)
20.30 - 21.15 : Melissa Kassab (Geneva), concert
21.15 - 22.15 : 7EMA (Bern), concert
22.15 - 00.00: Leila Moon (Radio Alhara / Basel)
RUNNING ORDER CLUB INSIDE
22:00 - 22:30 Azad & Selam (Basel), concert
22:30 - 00:00 Deejayhuut (Zürich)
00.00 - 01.30 Apinti (SUTURA/ Bern)
01.30 - 03.30 speedmaus (axapgula, sooriyan / Bern)
03.30 - 05.00 steamy (Basel
Kultur kann weit mehr sein als bloss Brot & Spiele fürs Volk. In
Zeiten der Krise kann Kultur wichtige Inhalte auf verschiedenen Ebenen
zugänglich machen, sie vermitteln, Gemeinschaft stiften oder einfach
befreien und ablenken. Sie kann ebenso kritisch hinterfragen oder zu
neuen Gedanken anregen. Die Abolish!-Soliparty findet bereits ab dem
späten Nachmittag statt. Nach Inputs am Vormittag & Nachmittag laden
wir zeitgleich, wie das Soli-Dinner serviert wird zu gemütlichen
Klängen unter freiem Himmel (bei Schlechtwetter drinnen). Dreamy haunted
Folk mit Gitarre und Stimme von Melissa Kassab (Genf), später mischt
7EMA Klänge aus der SWANA-Region mit Live-Electronica und Pop-Elementen.
Ambient-Vibes davor und danach mit DJ-Sets von Radio Alhara-Resident
Leila Moon (Basel), Siren’s DJ Aunty und Nidor.
Während die sanften Klänge bis nach Mitternacht draussen ausklingen,
startet um 22 Uhr die Clubnacht. Mit einer Club-Konzert Einlage von Azad
& Selam – krasser Rap aus Basel. Apinti & Deejayhuut übernehmen
mit Beats & Bass, bevor speedmaus und steamy mit trancigen bis
Hardtekk-Beats den letzten wilden Ritt des Abends einläuten.
* 18.00 – 00.00 Outdoor (bei Schlechtwetter drinnen): Konzerte & Ambient Sets
* 22.00 – 05.00 Indoor: Party mit DJ-Sets
Obgleich das Abolish!-Kollektiv ausschliesslich ehrenamtlich arbeitet, generiert das Festival Kosten: wir bezahlen einzelne Inhalte und haben Auslagen für Infrastruktur, Verpflegung etc. Die Durchführung des Abolish! mit über 40 Veranstaltungen an drei Wochenenden ist nur dank dem immensen Einsatz des Kollektivs, Freund*innen, solidarischen Beitragenden, den Menschen der Anstadt sowie Spenden, Kollekten und v. a. der grossen Abolish!-Soliparty möglich. Jeder Fünfliber in der Kollekte und jedes (alkoholfreie) Bier sichert die Durchführung der nächsten Ausgabe vom Abolish! Gib gerne was, wenn du kannst. Geniesse es genauso und ohne schlechtes Gefühl, wenn du nicht kannst… <3
Anstadt Club
16:00 - 05:00
Montag 25. MAI
Film
Es handelt sich um einen Dokumentarfilm, der im Oktober 2024 zwischen Marokko, Ceuta und Europa entstanden ist und von IFLIS im Rahmen von „Cadre Cagoulé“, einem rhizomatischen audiovisuellen Guerilla-Kollektiv, entwickelt wurde. Der Film geht von der Gewalt aus, die das Grenzregime den Körpern von Kolonisierten und Migrant*innen zufügt: Repression, Hogra, Überwachung, Demütigung, administrative Gewalt, erzwungene Mobilität, soziale Verlassenheit und Auslöschung. Er ist verwurzelt in den Lebenswegen der Harraga und in der Art und Weise, wie Körper lange vor und lange nach der Überquerung selbst zermürbt, verletzt, diszipliniert und fragmentiert werden. Das Projekt thematisiert zudem Marokko als politischen Raum der Repression und organisierten Prekarität, entgegen der vorherrschenden Erzählung, die diese Abwanderungen auf einfache „Wirtschaftsmigration“ reduziert.
Die Veranstaltung verbindet die Vorführung von zwei bereits im Rahmen des Projekts entstandenen Videos mit einer Diskussion und der Live-Performance „THOSE WHO BURN YOUR PRIVILEGE“. Das erste Video ist der Pilotfilm. Das zweite ist ein Ankündigungsvideo für den Kinostart des Films im September 2026.
THOSE WHO BURN YOUR PRIVILEGE erweitert das Universum des Films in eine performative Form, die von IFLIS und Younes Sajid in Zusammenarbeit mit Cadre Cagoulé und Cie Virage getragen wird. Durch Körper, Bewegung, projizierte Bilder und gesprochene Präsenz setzt sich die Performance mit den Spuren auseinander, die koloniale und grenzbezogene Gewalt am Körper hinterlassen hat. Sie arbeitet mit Spannungen zwischen Bewegungsfreiheit und Eingeschlossenheit, Privilegien und Illegalität, Erinnerung und Verschwinden, Widerstand.
Donnerstag 28. MAI
Soliznacht ab 18:00 (Injeera)
Infoanlass mit Diskussion
https://www.beuchot.org/
Wir – eine Gruppe aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz – möchten mit Le Beuchot einen Ort schaffen, der solidarisches Miteinander, ökologisches Handeln und einen langfristigen Zugang zu Land und Wohnraum vereint. Wir wollen nicht länger die Zuschauer:innen einer Welt sein, in der jegliche Perspektive schwindet! Begnügen uns nicht damit, auf Notfälle oder Krisen solidarisch zu reagieren!
Deshalb schmieden wir Beziehungen der gegenseitigen Hilfe, des Lernens und der Kompliz:innenschaft, die über die nationalen Grenzen hinausgehen. Machen wir das zusammen?
Input
Bafta Sarbo beschäftigt sich schwerpunktmässig mit marxistischer Gesellschaftspolitik, (Anti-)Rassismus und Migrationspolitik. Sie hat "Die Diversität der Ausbeutung" mitherausgegeben und schreibt u.A. für Jacobin und analyse&kritik.
Effingerstrasse 20.
Achtung!!
Film
DIA-Kollektiv www.instagram.com/dia_kollektiv
Triggerwarnung: Gewalt.
Weitere Informationen zum Film:
https://www.swissfilms.ch/en/movie/la-chasse-aux-fantomes/3ea6a0e59e404f7895748bc803cc7a06
Freitag 29. MAI
Soliznacht ab 18:00
Workshop
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Dieser Workshop richtet sich an cis Männer sowie an weitere
Personen, die männlich sozialisiert wurden oder sich mit Männlichkeit
auseinandersetzen (z. B. trans Männer, nicht-binäre Personen) und bereit sind,
sich mit Männlichkeit, sexualisierter Gewalt und eigener Verstrickung in
Machtverhältnisse auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass wir
in einer patriarchalen und misogynen Gesellschaft sozialisiert wurden, deren
Normen und Erwartungen unser Denken, Fühlen und Handeln prägen, oft ohne dass
wir es bewusst wahrnehmen. Im Workshop wird ein Raum geschaffen, in dem eine offene und zugleich verantwortungsvolle Auseinandersetzung möglich ist. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen im individuellen Sinn, sondern um die kritische Reflexion von Strukturen und Verhaltensmustern, die Gewalt begünstigen oder normalisieren. Gemeinsam untersuchen wir, wie sogenannte „typisch männliche“ Rollenbilder, Vorstellungen von Stärke, Dominanz oder Anspruchshaltungen mit Formen von Grenzüberschreitung und Gewalt zusammenhängen können. Ein zentraler Ausgangspunkt ist die Frage: Was bedeutet es, Teil eines Systems zu sein, das Ungleichheit und Gewalt hervorbringt? Welche Verantwortung ergibt sich daraus für das eigene Handeln? Der Workshop lädt dazu ein, eigene Haltungen zu hinterfragen, Ambivalenzen auszuhalten und sich mit unangenehmen Einsichten auseinanderzusetzen. Dabei wird kritische Männlichkeit bewusst nicht als Wohlfühlprozess verstanden. Vielmehr geht es darum, sich mit der eigenen Position auseinanderzusetzen, Privilegien zu erkennen und Handlungsspielräume zu erweitern. Die Teilnehmenden werden darin unterstützt, konkrete Strategien zu entwickeln, um im Alltag anders zu handeln. Sei es im Freundeskreis, in Beziehungen oder in öffentlichen Situationen. Anmeldung: wurstkaesesalat@protonmail.com Siehst du dich ausserhalb des Workshop-Zielpublikums, möchtest aber einen Diskussionsinhalt mitgeben? Wir sammeln Beispiele von Sabotage durch «männliches» Verhalten – spezifisch in alternativen Kreisen. Folge diesem Link, wenn du magst: www.tally.so/r/LZ644p |
Input
Podium
Zusammen mit mehreren Betroffenen der Ersatzfreiheitsstrafen und des isolierenden Nothilferegimes diskutieren wir über die Folgen dieser karzeralen Praktiken - und suchen gemeinsam nach Wegen, diese abzuschaffen.
Samstag 30. MAI
Barbetrieb
Kinderbetreuung 10:30 - 14:30
Spinnerei von 16:00-18:00
Soliznacht ab 18:00
In einem offenen Workshop-Format, wollen wir über die Hürden des Heiratsprozesses mit einer Person ohne Papiere sprechen. Was sind die juristischen Grundlagen, wie geht man am besten vor und wo werden einem Steine in den Weg gelegt? Wir werden Informationen und Erfahrungen teilen und den Raum für Fragen und Diskussionen öffnen.
Vorverschoben!
Energie, Krieg und Repression: Verbundene Kämpfe für kollektive Befreiung
Öl, Gas und Mineralien sind eng mit den Völkermorden, Kriegen und der staatlichen Gewalt verbunden, die unsere Welten zerstören. Dennoch ist Energie lebenswichtig für alle Lebewesen – wir brauchen sie für die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaften. In diesem Workshop erkunden wir, wie ein kollektives Verständnis der aktuellen globalen Energiesysteme, organisierter Widerstand und die Verteidigung von Land und Leben es uns ermöglichen können, Energiegerechtigkeit zu einem wichtigen Teil des internationalistischen Kampfes für kollektive Befreiung zu machen.
Bündnis Justice4Nzoy https://justice4nzoy.org
Unabhängige Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Nzoy https://nzoycommission.org/
Im juristischen Verfahren erlebten die Angehörigen erneut rassistische Gewalt und initiierten deshalb eine unabhängige Untersuchungskommission mit Fachleuten aus den Bereichen Recht, Medizin und Sozialwissenschaften, um den Tathergang umfassend aufzuklären. Die Kommission verfasste zusammen mit der Forschungs- und Ermittlungsagentur Border Forensics einen Bericht, in dem sie das Narrativ der Polizei und der meisten Medien zur Tötung von Nzoy fundamental infrage stellten und die verschiedenen Ebenen von Rassismus und Othering analysierten, die sich im gewaltsamen Tod von Nzoy zeigten.
Gerechtigkeit liegt jenseits von juristischen Verfahren und der Frage nach individueller Schuld oder geht darüber hinaus – sie umfasst die explizite Anerkennung des erlittenen Unrechts im Kampf gegen Rassismus, eine gesellschaftliche Aufarbeitung der rassistischen Realitäten in der Schweiz und die radikale Veränderung von Strukturen, die solche Gewalt ermöglichen.
Vertreter:innen des Bündnisses Justice4Nzoy und der Unabhängigen Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Roger Nzoy Wilhelm sprechen über ihre Erfahrungen und ihre Arbeit im Fall Nzoy und laden dazu ein, gemeinsam darüber nachzudenken, was Gerechtigkeit im Fall von Roger Nzoy Wilhelm und in anderen Fällen rassistischer Polizeigewalt konkret bedeuten kann, und Strategien zu entwickeln, um Rassismus als gesellschaftliches Problem nachhaltig zu bekämpfen.
Sonntag 31. MAI
Kinderbetreuung 09:30-12:00 und 13:30-16:00
Soliznacht ab 18:00
Workshop
Wir wollen den Raum öffnen über Ängste und Wut in dieser Zeit zu sprechen. Wir wollen konkrete Beispiele und „Massnahmen“ anschauen, wie wir mit ihnen umgegangen sind und es ein nächstes Mal würden.
Und uns dann fragen: Welche abolitionistischen Alternativen können wir entwickeln um mit zukünftigen Ausnahmezuständen umzugehen? Und wie schaffen wir es als Kollektive unsere gemeinsame Sprache und Handlungsfähigkeit nicht zu verlieren?
Der Workshop ist auf 25 Menschen begrenzt: Anmeldung an geko@immerda.ch
Falls das Tragen von Masken erwünscht ist, bitte gebt uns Bescheid.
Workshop
Da Geschlechterrollen keine feststehenden Realitäten, sondern Konstrukte sind, sind neue Rollen vielleicht weniger ein fertiges Produkt als vielmehr ein fortlaufender Prozess – einer, der sich ständig verändert, weiterentwickelt und manchmal sogar verworfen wird. Umso wichtiger ist es, dass dieser Prozess nicht nur ein „DIY-Projekt“ bleibt, sondern dass jede*r ihre*n Anteil daran sieht, wie wir gemeinsam Normen dekonstruieren können.
Welche Schlussfolgerungen ziehen wir daraus – und vor allem: Was machen wir jetzt damit? Wie können wir Normen hinterfragen, sie beugen oder sogar charmant über Bord werfen? Und wie tragen wir diese Ideen sowohl in unsere eigene Blase als auch weiter hinaus in die Gesellschaft?
Kurz gesagt: Wir wollen gemeinsam unsere Orientierung finden, Perspektiven austauschen, voneinander lernen – und damit den anti-patriarchalen Kampf bereichern.
Workshop
DIA-Kollektiv www.instagram.com/dia_kollektiv
Im Anschluss: Gespräch mit Mohamed Mayara (Direktor von EquipeMedia / El Aaiun, besetze Gebiete Westsahara) und Said (Vertreter der Frente Polisario in der Schweiz)
Die DARS (Demokratische Arabische Republik Sahara), auch Westsahara genannt, gilt als letzte Kolonie auf dem Kontinent Afrika. Aktivist*innen von unserer Gruppe waren bereits mehrmals vor Ort und tauschten sich mit Mitgliedern der Frente Polisario aus. Seither veranstalten wir Informationsveranstaltungen zur Westsahara, um auf diesen viel zu wenig beachteten Konflikt und die gewaltvolle Besatzung Marokkos aufmerksam zu machen.
Im März 2026 zeigten wir den Film «Insumisas» im Kino der Reitschule, der das Leiden und die unglaubliche Resilienz der saharaouischen Frauen proträtierte und auf dem Bericht «Let Everything Come to Light» basiert, der die Verbrechen gegen die sahraouischen Frauen von 1975-2021 beleuchtet. Danach folgte ein Gespräch mit Nadjet Handi, Vertreterin der Frente Polisario in der Schweiz und in der UNO in Genf.
Als Fortführung freuen wir uns, für die Veranstaltung am Abolish! Mohamed Mayara, Direktor der aktivistischen Journalist*innen-Gruppe EquipeMedia begrüssen zu dürfen.
Er wird seine prämierte Kurzdoku «3 Stolen Cameras» (17 Minuten) von 2017 vorführen, die international für Aufsehen sorgte. Danach zeigen wir die gerade erst erschienene Dokumentation «Memory dose not surrender» (28 Minuten), die ebenfalls von EquipeMedia produziert wurde und erst Anfang Mai dieses Jahres in Zürich Premiere feierte.
Nach den beiden Kurzdokus folgt ein Gespräch mit Mohamed Mayara (EquipeMedia, El Aaiun) und Said (Vertreter der Frente Polisario in der Schweiz). Abschliessend gibt es im Rahmen eines Q&A die Möglichkeit Fragen zu den diskutierten Inhalten sowie dem gezeigten Film zu stellen.
Die Veranstaltung findet in Englisch statt. Synchronübersetzung in FR/DE mit Kopfhörern.
Über «3 Stolen Cameras»:
Die Mitglieder der Videoaktivistengruppe Equipe Media kämpfen darum, ihre Kameras zu behalten. Sie verwenden sie, um die Menschenrechtsverletzungen der marokkanischen Königreiche in der letzten Kolonie Afrikas, der Westsahara, zu dokumentieren. Journalisten ist der Zutritt verboten und die einzigen Bilder, die ihren Weg aus dem Gebiet finden, sind die, die Equipe Media im Geheimen filmen kann. Sie verstecken sich auf Dächern und riskieren schwerwiegende Folgen. Sie filmen polizeiliche und militärische Angriffe auf friedliche Demonstrationen sowie Zeugnisse der Gewalt, der Saharauis in ihrem täglichen Leben ausgesetzt sind. Dies ist eine Geschichte über den Bruch einer absoluten Zensur mit einzigartigen Aufnahmen aus einem Gebiet, in dem es den marokkanischen Behörden gelungen ist, eine fast vollständige Medienblockade durchzusetzen.
Über “Memory Does Not Surrender”
„Memory Doesn’t Surrender“ ist ein Grassroot-Dokumentarfilm, der vom saharauischen Medienkollektiv Equipe Media produziert wurde. Der Film deckt die Hintergründe der Protestlager von Gdeim Izik im Jahr 2010 in der Westsahara auf und beleuchtet marokkanische Menschenrechtsverletzungen, politische Inhaftierungen und internationale Komplizenschaft.
SubAG Soli Sudan des Klimastreiks
https://bern.climatestrike.ch/
Freitag 05. JUNI
Soliznacht ab 18:00
anstadt.ch
Kuem
https://www.queerbodywork.net/über-mich
Apartheid Free Zone Bern www.apartheidfree.ch
Congo Accountability Network CAN / Team Congo www.teamcongordc.com
Moderation & Hosting: AFZ Kampagne Bern & CAN Chapter Bern
Bazeli Mbo (Co-Gründerin Team Congo & Congo Accountability Network) und Patou von BDS/AFZ Lausanne erzählen über die Arbeit in ihren Netzwerk-Organisationen und über die Verbindung der Kämpfe – für Palästina, für den Congo, global.
Durch friedliche Mittel des Widerstands – Boykotte, Desinvestitionen, Sanktionen und öffentliche Mobilisierung, rufen beide Netzwerke dazu auf, sich gegen die Besatzung, Apartheid und den Genozid in Palästina sowie gegen den Genozid, die Massenvertreibung und jene Akteure im Kongo einzusetzen, die von Konflikten und der Ausbeutung von Rohstoffen profitieren.
Die Netzwerke identifizieren «Targets», und liefern entsprechende Unterlagen für Boykottziele. Zum Schluss erzählt uns das Berner Kollektiv ‘Swiss Complicity’ über die Aktionen die sie organisieren gestützt auf die «Targets» geliefert von CAN und BDS.
Die Recherchen von CAN und BDS identifizieren so auch «Targets», und liefern entsprechende Unterlagen für Boykottziele. Zum Schluss erzählt uns das Berner Kollektiv ‘Swiss Complicity’ über die Aktionen die sie organisieren gestützt auf die «Targets» geliefert von CAN und BDS.
Kinderbetreuung von 12:00 - 15:00
Spinnerei von 16:00-18:00
Soliznacht ab 18:00
Workshop
Um Isolation zu bekämpfen, sammeln wir während des ganzen Abolish! Velos! Hast du oder deine Freund*innen (idealerweise noch fahrtüchtige) Velos, die nicht mehr gebraucht werden? Veloschlösser und Lichter sind auch immer super. Es werden Velos für erwachsene Personen gebraucht. Kleine Defekte (Pneu, Bremsen Licht, o.ä.) reparieren wir (gemeinsam) am Samstag, 6. Juni direkt vor Ort.
Falls du ein Velo hast, es aber nicht bringen kannst, melde dich bei uns, wir holen es gerne ab.
Workshop
Anmeldung erwünscht unter clownlab@proton.me max 35 Telnehmer*innen.
Workshop
Mo
Sara Schulman ‘Conflict Is Not Abuse’
Der Workshop ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden wir unsere Herangehensweisen, Herausforderungen, Ängste und Erfahrungen mit Konflikten austauschen und erörtern. Welche Geschichten erzählen wir uns selbst?
Der zweite Teil konzentriert sich auf das Lernen und Verlernen, wobei wir gemeinsam einige Werkzeuge und Praktiken betrachten, diskutieren und kritisch hinterfragen können, wobei wir darauf achten, was wir als Einzelpersonen tun können und wollen. Der letzte Teil kann als Realitätscheck dienen – was ist auf kollektiver Ebene tatsächlich machbar, wo liegt die Verantwortung der Gruppe und wie kann man den Wandel in Gang setzen?
Zusätzlich kann ich einen Raum anbieten, um über Ihre Fallstudie, eine bestimmte Situation oder mögliche Schritte zu sprechen – in Form einer gemeinsamen Problemlösung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Organisatoren.
Input
Mit Soony Mo
Abgesagt!
„Framing Justice“ ist eine kollektive Initiative, um die Medienarchitekturen zu demontieren, die faschistische Agenden beschönigen und normalisieren, die Zerstörung unseres Planeten zur Ware machen und die Wahrheit unter einer Wolke von Ablenkungsmanövern begraben. Dies ist ein Weg an der Front, wo der Kampf für ein lebenswertes Klima mit der Demontage von Autoritarismus, Rassismus, Patriarchat und all den miteinander verflochtenen Systemen der Unterdrückung einhergeht. Wir sind nicht hier, um nur über Gerechtigkeit zu „reden“; wir sind hier, um einen radikalen, unnachgiebigen Frieden aufzubauen, der sich weigert, Kompromisse mit den Architekten der Krise einzugehen. Um unsere Welt zurückzugewinnen, müssen wir uns zunächst die Macht aneignen, sie zu definieren. Durch kritische Hinterfragung und partizipativen Dialog werden wir Frieden neu definieren, Klimagerechtigkeit neu konzipieren und neue Rahmenbedingungen für die Nord-Süd-Solidarität schaffen, wobei wir alte Annahmen dekonstruieren, um unseren kollektiven Kampf zu schärfen.
Workshop zur Cyanitype Technik
Drucken Sie mit uns Ihren eigenen Cyanotypie-Aufnäher!
Mithilfe von Sonnenlicht und lichtempfindlichen Chemikalien belichten wir Festivalgrafiken auf Stoff und gestalten gemeinsam einzigartige blaue Aufnäher.
Ein kleiner Workshop über die Cyanotypie-Technik, gemeinsames Lernen, nicht-kommerzielle Kreativität und das Schaffen politischer Ästhetik mit unseren eigenen Händen
Wenn Sie weiße T-Shirts oder Taschen mitbringen möchten, würden wir uns sehr darüber freuen!
Nur bei gutem Wetter
Anstadt, vor der Bar
17:00-19:00
Workshop
Wir sind zwei Sozialanthropolog:innen, Gefängnisforscher:innen und Aktivist:innen (u.a. aus der Bfa! und dem Bündnis «Wo Unrecht zu Recht wird»), die sich freuen, mit euch zu diskutieren. Wir haben selbst keine Vollzugserfahrung und sind weder von Rassismus, Armut, noch dem Grenzregime direkt betroffen, berichten aber gerne von mehreren Jahren Forschung zum Schweizer Strafsystem.
Dieser Workshop mit einführendem Input und anschliessender Gruppendiskussion zu abolitionistischen Perspektiven in der Schweiz richtet sich an alle, die interessiert sind, über diese Fragen nachzudenken. Wir versuchen, den Input so zugänglich wie möglich zu gestalten und Pausenbedürfnisse zu berücksichtigen.
Film/Vision
Mit den Pirat*innen von Lentillères
https://piratesdeslentilleres.net/
Rund um ein Feuer erzählen sich Reisende und Pirat*innen ihre Erinnerungen, ihre Träume und ihre Kämpfe. Von einer Sprache zur anderen, von einer Erzählung zur nächsten hören wir das Donnern des Sturms und das Rauschen der Blätter, die drohende Sirene und die verrückten Tänze, der Klang der Säbel und das Zwitschern der Vögel. Bis zur Morgendämmerung wandeln wir auf den tausend und ein Wegen dieser eingebildeten aber dennoch existierenden Insel.
Sonntag 07. JUNI
Solizmittag ab 12:30
Kinderbetreuung 10:00 - 14:00
* Du erfährst, wie deine Identität mit deinem Smartphone verknüpft ist und wie jemand deinen Standort herausfinden kann.
* Du erfährst, dass das Versenden von E-Mails so ist, als würde man eine Postkarte verschicken, die jeder lesen kann, der möchte.
* Du lernst, wie du überprüfen kannst, ob deine persönlichen Daten durch Datenlecks im Dark Web gelandet sind
* Du lernst, wie man CryptPad nutzt
* Du lernst, welchen Browsern, Suchmaschinen und E-Mail-Anbietern du vertrauen kannst.
* Du lernst, wie du viel weniger SPAM in deiner E-Mail bekommst
* Du lernst, wie du dein digitales Wohlbefinden verbessern kannst und keine nervigen Werbeanzeigen mehr bekommst
* Du lernst, wie du dein digitales Leben so organisierst, dass du einen besseren Überblick hast.
* Du lernst, warum Hacker ständig versuchen, in dein digitales Leben einzudringen
* Wenn du mit einer neuen App oder Software in Kontakt kommst, lernst du, wie du herausfindest, ob du ihr vertrauen kannst
* Du lernst viele neue Tools kennen, die deine digitale Sicherheit und Privatsphäre verbessern
* Und vieles mehr :))
Da es im Bereich der digitalen Sicherheit viel zu besprechen und zu lernen gibt, dauert der Workshop fast den ganzen Tag. Mit Geschichten, Analogien und Zeichnungen versuchen wir unser Bestes, um den Workshop so zugänglich, unterhaltsam, interessant, verständlich und konkret wie möglich zu gestalten. Wir stellen dir viele Tools zur Verfügung und geben dir im Workshop Zeit, diese durch ein unterhaltsames Spiel direkt auf deinem Smartphone anzuwenden. Du benötigst keine Vorkenntnisse, um dem Workshop folgen zu können.
Anmeldung unter: https://cryptpad.disroot.org/form/#/2/form/view/-ntDCjBolBScqd1kwTm50gnP53ED5ChUj5AhaDjkpWA/
Der Workshop hat zwei Teile. Im ersten Teil stellen wir die Struktur von
Leben ohne Strafe vor. Wir unterstützen Betroffene von Polizeigewalt wie
dem Strafsystem, sei es weil sie eine Polizeikontrolle erlebt haben,
eine Strafe erhalten haben oder, wenn sie in Gefahr sind, eingesperrt zu
werden. Ziel des Workshops ist es, Menschen Informationen zu geben,
sodass sie eine ähnliche Struktur aufbauen können.
Im zweiten Teil des Workshops besprechen wir, warum unsere Arbeit
abolitionistisch ist und welche Prinzipien uns bei der Arbeit
orientieren. Unser Fokus wird sein, warum unsere Arbeit es braucht, dass
wir weg von der Unterscheidung zwischen Schuld und Unschuld kommen, weil
wir die Ursachen von Gewalt bekämpfen wollen und nicht einzelne
Menschen. Wir erzählen, wie dieser Anspruch konkret zu Herausforderungen
führt und möchten mit allen Teilnehmenden gemeinsam darüber sprechen.