Programm 2026






Spinnerei - im Anstadt-Zelt(jeweils SA und SO von 16:00-18:00)

Spinnerei ist das Austauschformat im Rahmen von Abolish für alle, die bei zu viel Input eine kurze Pause brauchen – und trotzdem Lust haben, sich wieder einzuspinnen. Hier wird Erlebtes versponnen, Gehörtes auseinandergenommen, Gedanken geteilt und gemeinsam ein roter Faden aufgenommen, der auch mal überraschende Wege nimmt. Es wird gefragt, gelacht, gespielt – ganz ohne Angst, sich im eigenen Fadenknäuel zu verstricken.

Als kontinuierliches Format während des Abolish's bringt die Spinnerei Menschen regelmässig in kleinen Gruppen zusammen – je nach Bedürfnis und Interessen werden passende Themen und Settings gewählt. Runde für Runde werden neue Fäden geknüpft, bestehende Verbindungen weitergesponnen und das Netz verdichtet – mit dem Ziel, dass daraus langfristig ein widerständiges Geflecht entsteht.






Freitag 22. Mai

Soliznacht ab 18:00



Auftakt zum Abolish! Von Serafina Andrew:
Was heisst Abolition heute? Sichtbarkeit, Repräsentation und das Politische des Möglichen
.

Vortrag

Dieser Vortrag verschiebt den Fokus von Abolitionismus als historischer Bewegung hin zu einer gegenwärtigen politischen und kulturellen Praxis. Aufbauend auf klassischen abolitionistischen Theorien fragt er, wie abolitionistische Perspektiven heute zirkulieren, sichtbar werden und Bedeutung erhalten – insbesondere in visuellen Kulturen, digitalen Räumen und politischen Diskursen. Im Zentrum stehen Fragen der Repräsentation: Wer wird in abolitionistischen Narrativen mitgedacht, wer bleibt unsichtbar? Welche Bilder von Widerstand dominieren und welche Erfahrungen, Körper und Perspektiven fehlen darin? Abolition wird dabei nicht nur als Forderung nach Abschaffung verstanden, sondern als Projekt der Imagination: als Einladung, neue Formen von Zusammenleben, Fürsorge und Zugehörigkeit zu denken.


Der Vortrag verbindet politische Dringlichkeit mit einer kulturwissenschaftlichen Perspektive und eröffnet einen Raum, in dem Abolition als offenes, spannungsreiches und kollektives Projekt verhandelt werden kann.


Im Anschluss folgt eine moderierte Gruppenphase, in der zentrale Fragen gemeinsam reflektiert und diskutiert werden.


Der Vortrag wird auf Englisch gehalten.

Anstadt KRK19:00  - 21:00 ENG, de, fr




Samstag 23. MAI

Barbetrieb  

Kinderbetreuung von 12:30 - 17:30

Spinnerei von 16:00-18:00

Soliznacht ab 18:00

Underground Capacity Building: Anti-Rep-Input, Demo-Basics & "sauber arbeiten"

Input
Ein Input zu grundsätzlichen Strategien und Verhaltensweisen, um uns gegen Repression im Rahmen von Demonstrationen zu schützen. Welche Strategien und Ermittlungstechniken benutzt die Polizei? Wie können wir uns individuell und kollektiv gegen Repression schützen? Auf dem Weg zu einer kollektiven Verteidigungskultur, die kämpferische Praktiken ermöglicht, wollen wir einen Raum schaffen, um Wissen zu vertiefen und Erfahrungen auszutauschen.Anstadt KRK13:00 - 14:30DE, eng, f



Orga Speed Dating

Netzwerktreffen

Mit:  Medina, Inaya Bern, Inaya Solidinner, Potpourri1312, Tattoo Circus Bern, Infoladen Borke, Besuchsgruppe Eschenhof/Gampelen, Bewegung für den Sozialismus Bern, Raaupe, OpenBordersCaravan
Hast du Lust verschiedene Kollektive in und um Bern kennenzulernen? Beim Orga Speed Dating kannst du dich über ihre Arbeit informieren, Fragen stellen, die Menschen hinter der Arbeit kennenlernen und, wenn du möchest, selbst aktiv werden. Das Format findet über die Anstadt verteilt statt. 

Start beim Vakuum. Einstieg bis 16:45 möglich!


Anstadt Vakuum15:00 - 17:00DE, eng, fr

Underground Capacity Building: Praxis & Manöver

Workshop


Ein praxisbasierter Workshop, in dem wir gemeinsam an individuellem Stress, kollektiver Panik und mangelnder Solidarität auf der Straße arbeiten. Wir werden Übungen zum Trainieren unserer Atmung, Wahrnehmung sowie unserer Bewegungen vorstellen, wie auch zum Umgang mit Gewalt auf der Straße und Festnahmen im Rahmen von Demonstrationen. Auf dem Weg zu einer kollektiven Verteidigungskultur, die kämpferischere Praktiken ermöglicht, versuchen wir gemeinsam einen ermächtigenden Moment zu schaffen!Anstadt KRK16:00 - 17:30DE, eng, fr


Underground Capacity Building: Aktionen des zivilen Ungehorsam

Workshop 

Abgesagt!!



Queer Arab Solidarity

Vortrag

badr
Unterstützung für LGBTQAI+-Personen in Marokko und der MENA-Region*. Wir sind ein Widerstandsnetzwerk queerer und LGBTQAI+-Stimmen aus Marokko und anderen arabischen/islamischen Ländern. Viele von uns haben aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität Inhaftierung, Gewalt oder Unterdrückung erlebt. Durch unsere Solidaritätsarbeit wollen wir LGBTQAI+-Personen, die in Gefahr sind, Soforthilfe und Zuflucht bieten. Wir unterstützen Menschen, die vor Verfolgung fliehen, bei ihren Asylverfahren, dokumentieren Angriffe und Menschenrechtsverletzungen gegen LGBTQAI+-Personen und bauen Solidaritätsnetzwerke in ganz Nordafrika und dem Nahen Osten auf. Seit 2020 hat QAS zwanzig queeren Menschen geholfen, lebensbedrohlichen Bedingungen in Nordafrika und dem Nahen Osten zu entkommen und Zuflucht in sichereren Ländern zu finden. Viele weitere befinden sich weiterhin in akuter Gefahr. Wir konzentrieren uns auf lebensrettende Maßnahmen. Wir sprechen über unsere Solidarität, Erfahrungen und Schwierigkeiten – insbesondere während der COVID-19-Pandemie –, die wir seit Beginn des Projekts im Jahr 2020 erlebt haben.

*(MENA = Naher Osten und Nordafrika)

Anstadt KRK20:00 - 21:30ENG, de, fr





Sonntag 24. MAI




Barbetrieb

Kinderbetreuung von 10:00 - 15:00

Spinnerei von 16:00-18:00

Soliznacht ab 18:00



Abschiebungen – Was tun?

Workshop
Mit dem Ausbau der «Festung Europa» wird auch die Abschiebungspraxis laufend verschärft: Härtere Gesetze, neue internationale Abkommen und optimiertere Gefängnisse sollen Abschiebungen noch «effizienter» und undurchsichtig machen und Handlungsspielräume so weit wie nur möglich einschränken. Die Botschaft ist klar: jeder Widerstand ist zwecklos.

Doch damit wollen und können wir uns nicht abfinden. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam erarbeiten, welche widerständigen Handlungsoptionen wir in den verschiedenen «Phasen» einer Abschiebung haben: bei Abschiebegefahr, in Ausschaffungshaft, während dem Abschiebungsvollzug, sowie danach. Zur Einführung wird es einen kurzen Vortrag zur Abschiebepraxis in der Schweiz geben.

Der Workshop wird von Menschen aus Anti-Abschiebeknastgruppen in Bern und Basel moderiert und ist offen für Menschen mit und ohne Erfahrung in diesem Bereich. Das Ziel ist, Fragen und Wissen zu kollektiveren und danach als Handout zur Verfügung zu stellen.


Anstadt Vakuum
10:30 - 12:00

DE, eng, fr


Was tun, wenn ich eine Grenze überschritten habe?

Workshop

Trailor Sparks
 https://trailorsparks.net/

Eine Frage, die uns alle umtreibt. Denn neben Gruppenentscheidungen, die bestimmt einige von uns schon sehr flexibel ausgelegt oder umschlichen haben, passieren immer wieder Situationen, in denen wir uns gewaltvoll, übergriffig oder versehentlich grenzüberschreitend verhalten. In diesem Workshop werden grundlegende Fragen angegangen: Was ist eine Betroffenenperspektive? Was heisst Verantwortungsübernahme und warum wird das immer gefordert? Was ist der Unterschied zwischen Definitionsmacht und Handlungsmacht?

Strukturell wird unterschieden in: Was kann ich in dem Moment tun, in dem ich selber vermute, dass ich eine Grenze überschritten habe? Was kann ich in dem Moment tun, in dem ich darauf angesprochen werde? Was kann ich tun, wenn ich lerne, dass mein Verhalten sich wiederholt? Welche lang- und mittelfristigen Möglichkeiten der Arbeit gibt es? Es werden vor allem basics aus dem Bereich der transformativen Gerechtigkeit vermittelt und ein Raum geschaffen, in dem Fragen gestellt werden können, ohne dass du dafür verurteilt wirst.

CN: Es geht in dem Workshop nicht primär um sexualisierte Gewalt sondern um alle möglichen Grenzüberschreitungen und wie das mit struktureller Gewalt zusammen hängt. Sexualisierte Gewalt wird explizit nur im letzten Teil und mit Konsens aller beteiligten Personen angesprochen.

Workshop mit Anmeldung (max. 20 pers.) 
Anmeldung via : quarantimes@riseup.net


Anstadt TOP-Kino 11:00 - 17:00

DE, eng, fr



Jenseits von Strafe: mit Transformative Justice zu einer gerechten Gesellschaft ohne Gefängnisse!?

Workshop

Mit Thomas
https://breakdownthewalls.site36.net/
In diesem Workshop sollen Einblicke gegeben und gemeinsam erarbeiten werden, was Knast-Abolitionismus im Hier und Jetzt bedeuten kann, wenn wir auf eine Gesellschaft hinwirken wollen, die ohne Polizeien, Gefängnisse und strafende Strukturen auskommen möchte oder soll. Wo können wir schon heute etwas von transformativen und abolitionistischen Ideen Wirklichkeit werden lassen – und wo führen uns diese aber auch an unsere Grenzen und hinterlassen erstmal ein Gefühl des Scheiterns?

Anhand zweier realer Beispiele soll nach einem Input in Kleingruppen an diesen Beispielen gearbeitet werden, um zum Schluss in großer Runde wieder zusammen zu kommen und etwaige Ergebnisse, Ideen und Impulse zu teilen.

Anstadt Vakuum13:00 - 14:30DE, eng, frs


Abolish Soliparty

RUNNING ORDER OUTSIDE
18.00 - 19.15 Nidor (Digtatrack / Fribourg)
19.15 -20.30  DJ Aunty (Sirens of Lesbos / Bern)
20.30 - 21.15 : Melissa Kassab (Geneva), concert
21.15 - 22.15 : 7EMA (Bern), concert
22.15 - 00.00: Leila Moon (Radio Alhara / Basel)

RUNNING ORDER CLUB INSIDE
22:00 - 22:30 Azad & Selam (Basel), concert
22:30 - 00:00 Deejayhuut (Zürich)
00.00 - 01.30 Apinti (SUTURA/ Bern)
01.30 - 03.30 speedmaus (axapgula, sooriyan / Bern)
03.30 - 05.00 steamy (Basel


Kultur kann weit mehr sein als bloss Brot & Spiele fürs Volk. In Zeiten der Krise kann Kultur wichtige Inhalte auf verschiedenen Ebenen zugänglich machen, sie vermitteln, Gemeinschaft stiften oder einfach befreien und ablenken. Sie kann ebenso kritisch hinterfragen oder zu neuen Gedanken anregen. Die Abolish!-Soliparty findet bereits ab dem späten Nachmittag statt. Nach Inputs am Vormittag & Nachmittag laden wir zeitgleich, wie das Soli-Dinner serviert wird zu gemütlichen Klängen unter freiem Himmel (bei Schlechtwetter drinnen). Dreamy haunted Folk mit Gitarre und Stimme von Melissa Kassab (Genf), später mischt 7EMA Klänge aus der SWANA-Region mit Live-Electronica und Pop-Elementen. Ambient-Vibes davor und danach mit DJ-Sets von Radio Alhara-Resident Leila Moon (Basel), Siren’s DJ Aunty und Nidor.

Während die sanften Klänge bis nach Mitternacht draussen ausklingen, startet um 22 Uhr die Clubnacht. Mit einer Club-Konzert Einlage von Azad & Selam – krasser Rap aus Basel. Apinti & Deejayhuut übernehmen mit Beats & Bass, bevor speedmaus und steamy mit trancigen bis Hardtekk-Beats den letzten wilden Ritt des Abends einläuten.



* 18.00 – 00.00             Outdoor (bei Schlechtwetter drinnen): Konzerte & Ambient Sets


* 22.00 – 05.00             Indoor: Party mit DJ-Sets



Obgleich das Abolish!-Kollektiv ausschliesslich ehrenamtlich arbeitet, generiert das Festival Kosten: wir bezahlen einzelne Inhalte und haben Auslagen für Infrastruktur, Verpflegung etc. Die Durchführung des Abolish! mit über 40 Veranstaltungen an drei Wochenenden ist nur dank dem immensen Einsatz des Kollektivs, Freund*innen, solidarischen Beitragenden, den Menschen der Anstadt sowie Spenden, Kollekten und v. a. der grossen Abolish!-Soliparty möglich. Jeder Fünfliber in der Kollekte und jedes (alkoholfreie) Bier sichert die Durchführung der nächsten Ausgabe vom Abolish! Gib gerne was, wenn du kannst. Geniesse es genauso und ohne schlechtes Gefühl, wenn du nicht kannst… <3

Anstadt Club

16:00 - 05:00





Montag 25. MAI



“Those who burn the borders”

Film

Es handelt sich um einen Dokumentarfilm, der im Oktober 2024 zwischen Marokko, Ceuta und Europa entstanden ist und von IFLIS im Rahmen von „Cadre Cagoulé“, einem rhizomatischen audiovisuellen Guerilla-Kollektiv, entwickelt wurde. Der Film geht von der Gewalt aus, die das Grenzregime den Körpern von Kolonisierten und Migrant*innen zufügt: Repression, Hogra, Überwachung, Demütigung, administrative Gewalt, erzwungene Mobilität, soziale Verlassenheit und Auslöschung. Er ist verwurzelt in den Lebenswegen der Harraga und in der Art und Weise, wie Körper lange vor und lange nach der Überquerung selbst zermürbt, verletzt, diszipliniert und fragmentiert werden. Das Projekt thematisiert zudem Marokko als politischen Raum der Repression und organisierten Prekarität, entgegen der vorherrschenden Erzählung, die diese Abwanderungen auf einfache „Wirtschaftsmigration“ reduziert.

Die Veranstaltung verbindet die Vorführung von zwei bereits im Rahmen des Projekts entstandenen Videos mit einer Diskussion und der Live-Performance „THOSE WHO BURN YOUR PRIVILEGE“. Das erste Video ist der Pilotfilm. Das zweite ist ein Ankündigungsvideo für den Kinostart des Films im September 2026.

THOSE WHO BURN YOUR PRIVILEGE erweitert das Universum des Films in eine performative Form, die von IFLIS und Younes Sajid in Zusammenarbeit mit Cadre Cagoulé und Cie Virage getragen wird. Durch Körper, Bewegung, projizierte Bilder und gesprochene Präsenz setzt sich die Performance mit den Spuren auseinander, die koloniale und grenzbezogene Gewalt am Körper hinterlassen hat. Sie arbeitet mit Spannungen zwischen Bewegungsfreiheit und Eingeschlossenheit, Privilegien und Illegalität, Erinnerung und Verschwinden, Widerstand.

Anstadt KRK
19:00 - 21:30ENG



Donnerstag 28. MAI



Barbetrieb

Soliznacht ab 18:00 (Injeera)



Le Beuchot

Infoanlass mit Diskussion

https://www.beuchot.org/

Der Weiler Le Beuchot inklusive der alten Drahtzieherei-Fabrik liegt am Fusse der Vogesen in Frankreich und umfasst 16 Wohngebäude, ein Fabrik Gelände mit alten Industriehallen, 36 Hektaren landwirtschaftliche Fläche und einen grossen See.

Wir – eine Gruppe aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz – möchten mit Le Beuchot einen Ort schaffen, der solidarisches Miteinander, ökologisches Handeln und einen langfristigen Zugang zu Land und Wohnraum vereint. Wir wollen nicht länger die Zuschauer:innen einer Welt sein, in der jegliche Perspektive schwindet! Begnügen uns nicht damit, auf Notfälle oder Krisen solidarisch zu reagieren!

Deshalb schmieden wir Beziehungen der gegenseitigen Hilfe, des Lernens und der Kompliz:innenschaft, die über die nationalen Grenzen hinausgehen. Machen wir das zusammen? 
Anstadt Vakuum17:00 - 18:30DE, fr, eng


Bafta Sarbo: Faschismus? Rechtsruck? Analyse und Diskussion.

Input
Materialistische Analyse von Faschismus sowie dem weltweiten Erstarken der extremen Rechten und möglichen Handlungsoptionen dagegen.

Bafta Sarbo beschäftigt sich schwerpunktmässig mit marxistischer Gesellschaftspolitik, (Anti-)Rassismus und Migrationspolitik. Sie hat "Die Diversität der Ausbeutung" mitherausgegeben und schreibt u.A. für Jacobin und analyse&kritik.

Allresto -
Effingerstrasse  20.

Achtung!!





19:00ENG



Ghost Hunting (2017)

Film

DIA-Kollektiv www.instagram.com/dia_kollektiv
Das DIA-Kollektiv zeigt den Film "Ghost Hunting" (2017), in dem palästinensische Ex-Gefangene ein "israelisches" Verhörzentrum nachbilden und ihre traumatischen Erlebnisse psychischer und körperlicher Gewalt reinszenieren. Die Kamera begleitet diesen Prozess der Traumaverarbeitung. 
Triggerwarnung: Gewalt.

Weitere Informationen zum Film:
https://www.swissfilms.ch/en/movie/la-chasse-aux-fantomes/3ea6a0e59e404f7895748bc803cc7a06


Anstadt TOP-Kino19:00 - 21:30ENG, DE



Freitag 29. MAI

Barbetrieb

Soliznacht ab 18:00





Warum wir alle Täter sind – Workshop zu kritischer Männlichkeit

Workshop

Dieser Workshop richtet sich an cis Männer sowie an weitere Personen, die männlich sozialisiert wurden oder sich mit Männlichkeit auseinandersetzen (z. B. trans Männer, nicht-binäre Personen) und bereit sind, sich mit Männlichkeit, sexualisierter Gewalt und eigener Verstrickung in Machtverhältnisse auseinanderzusetzen. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass wir in einer patriarchalen und misogynen Gesellschaft sozialisiert wurden, deren Normen und Erwartungen unser Denken, Fühlen und Handeln prägen, oft ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.

Im Workshop wird ein Raum geschaffen, in dem eine offene und zugleich verantwortungsvolle Auseinandersetzung möglich ist. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen im individuellen Sinn, sondern um die kritische Reflexion von Strukturen und Verhaltensmustern, die Gewalt begünstigen oder normalisieren. Gemeinsam untersuchen wir, wie sogenannte „typisch männliche“ Rollenbilder, Vorstellungen von Stärke, Dominanz oder Anspruchshaltungen mit Formen von Grenzüberschreitung und Gewalt zusammenhängen können.

Ein zentraler Ausgangspunkt ist die Frage: Was bedeutet es, Teil eines Systems zu sein, das Ungleichheit und Gewalt hervorbringt? Welche Verantwortung ergibt sich daraus für das eigene Handeln? Der Workshop lädt dazu ein, eigene Haltungen zu hinterfragen, Ambivalenzen auszuhalten und sich mit unangenehmen Einsichten auseinanderzusetzen.

Dabei wird kritische Männlichkeit bewusst nicht als Wohlfühlprozess verstanden. Vielmehr geht es darum, sich mit der eigenen Position auseinanderzusetzen, Privilegien zu erkennen und Handlungsspielräume zu erweitern. Die Teilnehmenden werden darin unterstützt, konkrete Strategien zu entwickeln, um im Alltag anders zu handeln. Sei es im Freundeskreis, in Beziehungen oder in öffentlichen Situationen.

Anmeldung: wurstkaesesalat@protonmail.com

Siehst du dich ausserhalb des Workshop-Zielpublikums, möchtest aber einen Diskussionsinhalt mitgeben? Wir sammeln Beispiele von Sabotage durch «männliches» Verhalten – spezifisch in alternativen Kreisen. Folge diesem Link, wenn du magst: www.tally.so/r/LZ644p

Anstadt Vakuum13:30 - 16:00 DE, eng, fr



10 Millionen Gründe gegen die SVP-Initiative – und warum es mehr als ein NEIN braucht

Input
Die SVP nutzt die «Nachhaltigkeitsinitiative», um Migration für jegliche gesellschaftliche Probleme verantwortlich zu machen. Doch diese rassistische Rhetorik lenkt von den wahren Ursachen ab. Wir schauen genauer hin, entlarven die falschen Versprechen einer restriktiven Politik und diskutieren solidarische Alternativen für eine gerechte Gesellschaft.

Anstadt KRK18:30 - 20:00DE, eng, fr


Abolish Ersatzfreiheitsstrafen! - Knastkritik in die Praxis tragen

Podium


Knäste abschaffen! Doch wie machen wir das? Beim Podium stellen wir das Projekt Freiheitsfonds Schweiz vor, das Bussen übernimmt und auf die Abschaffung der Ersatzfreiheitsstrafen hinarbeitet. Das Projekt will aber auch generelle Knast- und Campkritik in die breite Öffentlichkeit tragen.

Zusammen mit mehreren Betroffenen der Ersatzfreiheitsstrafen und des isolierenden Nothilferegimes diskutieren wir über die Folgen dieser karzeralen Praktiken - und suchen gemeinsam nach Wegen, diese abzuschaffen.
Anstadt KRK20:30 - 22:00DE, eng, fr



Samstag 30. MAI



Barbetrieb

Kinderbetreuung 10:30 - 14:30

Spinnerei von 16:00-18:00

Soliznacht ab 18:00


Workshop I'm in love but...

Workshop
Willst du eine Person ohne Papiere heiraten, aber alles ist so kompliziert? Oder hast du keine Papiere und weisst nicht, wie sich dadurch der Heiratsprozess gestaltet? An diesem Workshop werden wir anschauen, wie so ein Heiratsprozess abläuft, auf was ihr achten müsst und wo ihr Unterstützung bekommt.

In einem offenen Workshop-Format, wollen wir über die Hürden des Heiratsprozesses mit einer Person ohne Papiere sprechen. Was sind die juristischen Grundlagen, wie geht man am besten vor und wo werden einem Steine in den Weg gelegt? Wir werden Informationen und Erfahrungen teilen und den Raum für Fragen und Diskussionen öffnen.

Anstadt Vakuum 11:00 - 13:00




DE, eng, fr





Energie, Krieg und Unterdrückung: Die Kämpfe für kollektive Befreiung miteinander verbinden

Input

Vorverschoben!

Die Förderung von Öl, Gas und Mineralien ist eng verflochten mit den Völkermorden, Kriegen und staatlichen Gewalttaten, die unsere Welten zerstören. Dennoch ist Energie für das Leben aller Lebewesen unverzichtbar und wird von unseren Gemeinschaften zum Leben und Gedeihen benötigt. In diesem Workshop werden wir gemeinsam erörtern, wie ein kollektives Verständnis der aktuellen globalen Energiesysteme sowie organisierter Widerstand und Landverteidigung es uns ermöglichen, Energiegerechtigkeit zu einem Ort internationalistischer kollektiver Befreiung zu machen.

Energie, Krieg und Repression: Verbundene Kämpfe für kollektive Befreiung

Öl, Gas und Mineralien sind eng mit den Völkermorden, Kriegen und der staatlichen Gewalt verbunden, die unsere Welten zerstören. Dennoch ist Energie lebenswichtig für alle Lebewesen – wir brauchen sie für die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaften. In diesem Workshop erkunden wir, wie ein kollektives Verständnis der aktuellen globalen Energiesysteme, organisierter Widerstand und die Verteidigung von Land und Leben es uns ermöglichen können, Energiegerechtigkeit zu einem wichtigen Teil des internationalistischen Kampfes für kollektive Befreiung zu machen.


Anstadt KRK
10:30 - 14:30DE, eng, fr

Demo: Antifaschistischer NachmittagsspaziergangAbolitionismus bedeutet Antifaschismus! Treffen wir uns alle bei der Demonstration, um NEIN zu rassistischen Weltanschauungen zu sagen. "Abolish!" schließt sich dem anti-imperialistischen Block an. Bringt eure Kufiya mit. Treffpunkt beim Hochtranspi Leila Khaled.Bern Bahnhofplatz 15:00

Was bedeutet Gerechtigkeit für Nzoy?

Input

Bündnis Justice4Nzoy https://justice4nzoy.org

Unabhängige Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Nzoy https://nzoycommission.org/
Am 30. August 2021 wurde Roger Nzoy Wilhelm von der Polizei in Morges erschossen. Sehr schnell trugen Angehörige, People of Color und solidarische Menschen den Ruf nach Gerechtigkeit im Bündnis «Justice4Nzoy» auf die Strasse und benannten den rassistischen Hintergrund der Tat. Gleichzeitig stellten sie sich auf einen langen Kampf ein, bildeten Arbeitsgruppen und Carestrukturen.

Im juristischen Verfahren erlebten die Angehörigen erneut rassistische Gewalt und initiierten deshalb eine unabhängige Untersuchungskommission mit Fachleuten aus den Bereichen Recht, Medizin und Sozialwissenschaften, um den Tathergang umfassend aufzuklären. Die Kommission verfasste zusammen mit der Forschungs- und Ermittlungsagentur Border Forensics einen Bericht, in dem sie das Narrativ der Polizei und der meisten Medien zur Tötung von Nzoy fundamental infrage stellten und die verschiedenen Ebenen von Rassismus und Othering analysierten, die sich im gewaltsamen Tod von Nzoy zeigten.

Gerechtigkeit liegt jenseits von juristischen Verfahren und der Frage nach individueller Schuld oder geht darüber hinaus – sie umfasst die explizite Anerkennung des erlittenen Unrechts im Kampf gegen Rassismus, eine gesellschaftliche Aufarbeitung der rassistischen Realitäten in der Schweiz und die radikale Veränderung von Strukturen, die solche Gewalt ermöglichen.

Vertreter:innen des Bündnisses Justice4Nzoy und der Unabhängigen Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Roger Nzoy Wilhelm sprechen über ihre Erfahrungen und ihre Arbeit im Fall Nzoy und laden dazu ein, gemeinsam darüber nachzudenken, was Gerechtigkeit im Fall von Roger Nzoy Wilhelm und in anderen Fällen rassistischer Polizeigewalt konkret bedeuten kann, und Strategien zu entwickeln, um Rassismus als gesellschaftliches Problem nachhaltig zu bekämpfen.


Anstadt KRK19:00 - 21:00DE, ENG, fr





Sonntag 31. MAI


Barbetrieb

Kinderbetreuung 09:30-12:00 und 13:30-16:00

Spinnerei von 16:00-18:00

Soliznacht  ab 18:00


Back to the Future - Abolitionistische Perspektiven auf die Covid-Pandemie

Workshop
5 Jahre seit dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie bleibt bei vielen eine Sprachlosigkeit, wenn es darum geht über diese Zeit zu sprechen. Emotionen, die es verunmöglichen Gleichzeitigkeiten auszuhalten. Eine Orientierungslosigkeit zwischen staatlicher Kontrolle und ihrer Ablehnung. Verhärtete Fronten, die sich in unser kollektives Gedächtnis eingeschlichen haben. 
Wir wollen den Raum öffnen über Ängste und Wut in dieser Zeit zu sprechen. Wir wollen konkrete Beispiele und „Massnahmen“ anschauen, wie wir mit ihnen umgegangen sind und es ein nächstes Mal würden.
Und uns dann fragen: Welche abolitionistischen Alternativen können wir entwickeln um mit zukünftigen Ausnahmezuständen umzugehen? Und wie schaffen wir es als Kollektive unsere gemeinsame Sprache und Handlungsfähigkeit nicht zu verlieren?

Der Workshop ist auf 25 Menschen begrenzt: Anmeldung an geko@immerda.ch
Falls das Tragen von Masken erwünscht ist, bitte gebt uns Bescheid.

Anstadt Vakuum10:00-13:00DE, eng, fr




Ein offener Austausch über antipatriarchale Bewegungen, Ansätze und Praktiken

Workshop
Als Teil einer antipatriarchalen Bewegung wollen wir zusammenkommen, uns austauschen und gemeinsam nachdenken. Lasst uns darüber sprechen, wie sich diese Bewegung entwickelt: Was bedeutet eine queere-feministische Bewegung eigentlich für uns? Und was haben wir daraus gelernt, dass Geschlecht und Rollenbilder soziale Konstrukte sind und keine Naturgesetze?

Da Geschlechterrollen keine feststehenden Realitäten, sondern Konstrukte sind, sind neue Rollen vielleicht weniger ein fertiges Produkt als vielmehr ein fortlaufender Prozess – einer, der sich ständig verändert, weiterentwickelt und manchmal sogar verworfen wird. Umso wichtiger ist es, dass dieser Prozess nicht nur ein „DIY-Projekt“ bleibt, sondern dass jede*r ihre*n Anteil daran sieht, wie wir gemeinsam Normen dekonstruieren können.

Welche Schlussfolgerungen ziehen wir daraus – und vor allem: Was machen wir jetzt damit? Wie können wir Normen hinterfragen, sie beugen oder sogar charmant über Bord werfen? Und wie tragen wir diese Ideen sowohl in unsere eigene Blase als auch weiter hinaus in die Gesellschaft?

Kurz gesagt: Wir wollen gemeinsam unsere Orientierung finden, Perspektiven austauschen, voneinander lernen – und damit den anti-patriarchalen Kampf bereichern.

Anstadt Vakuum14:00 - 16:30ENG, de, fr




Speaking of shared matters – Ein Dialog über Beziehungen, existenzielle Fürsorge und gegenseitige Verantwortung (interaktive Lesung)

Workshop
Wir wollen über Klassendifferenzen und existenzielle Führsorge in Beziehungen sprechen, und uns fragen welche Rolle nicht nur die Familie, sondern auch Freund*inneschaften an der Aufrechterhaltung von Klassenverhältnissen und der Privatisierung von existenzieller Führsorge spielen – um im zweiten Teil mit euch über Trauerarbeit und Class Accountability in Beziehungen zu diskutieren.


Anstadt Vakuum 17:00 - 19:30DE, ENG



50 Jahre DARS: Input & Screening zur Westsahara

Input/Film

DIA-Kollektiv www.instagram.com/dia_kollektiv
Film-Screening «3 Stolen Cameras» (2017) & “Memory dose not surrender” (2026) 
Im Anschluss: Gespräch mit Mohamed Mayara (Direktor von EquipeMedia  / El Aaiun, besetze Gebiete Westsahara) und Said (Vertreter der Frente Polisario in der Schweiz)

Die DARS (Demokratische Arabische Republik Sahara), auch Westsahara genannt, gilt als letzte Kolonie auf dem Kontinent Afrika. Aktivist*innen von unserer Gruppe waren bereits mehrmals vor Ort und tauschten sich mit Mitgliedern der Frente Polisario aus. Seither veranstalten wir Informationsveranstaltungen zur Westsahara, um auf diesen viel zu wenig beachteten Konflikt und die gewaltvolle Besatzung Marokkos aufmerksam zu machen.

Im März 2026 zeigten wir den Film «Insumisas» im Kino der Reitschule, der das Leiden und die unglaubliche Resilienz der saharaouischen Frauen proträtierte und auf dem Bericht «Let Everything Come to Light» basiert, der die Verbrechen gegen die sahraouischen Frauen von 1975-2021 beleuchtet. Danach folgte ein Gespräch mit Nadjet Handi, Vertreterin der Frente Polisario in der Schweiz und in der UNO in Genf.
Als Fortführung freuen wir uns, für die Veranstaltung am Abolish! Mohamed Mayara, Direktor der aktivistischen Journalist*innen-Gruppe EquipeMedia begrüssen zu dürfen. 
Er wird seine prämierte Kurzdoku «3  Stolen Cameras» (17 Minuten) von 2017 vorführen, die international für Aufsehen sorgte. Danach zeigen wir die gerade erst erschienene Dokumentation «Memory dose not surrender» (28 Minuten), die ebenfalls von EquipeMedia produziert wurde und erst Anfang Mai dieses Jahres in Zürich Premiere feierte.
Nach den beiden Kurzdokus folgt ein Gespräch mit Mohamed Mayara (EquipeMedia, El Aaiun) und Said (Vertreter der Frente Polisario in der Schweiz). Abschliessend gibt es im Rahmen eines Q&A die Möglichkeit Fragen zu den diskutierten Inhalten sowie dem gezeigten Film zu stellen.
Die Veranstaltung findet in Englisch statt. Synchronübersetzung in FR/DE mit Kopfhörern.

Über «3 Stolen Cameras»:
Die Mitglieder der Videoaktivistengruppe Equipe Media kämpfen darum, ihre Kameras zu behalten. Sie verwenden sie, um die Menschenrechtsverletzungen der marokkanischen Königreiche in der letzten Kolonie Afrikas, der Westsahara, zu dokumentieren. Journalisten ist der Zutritt verboten und die einzigen Bilder, die ihren Weg aus dem Gebiet finden, sind die, die Equipe Media im Geheimen filmen kann. Sie verstecken sich auf Dächern und riskieren schwerwiegende Folgen. Sie filmen polizeiliche und militärische Angriffe auf friedliche Demonstrationen sowie Zeugnisse der Gewalt, der Saharauis in ihrem täglichen Leben ausgesetzt sind. Dies ist eine Geschichte über den Bruch einer absoluten Zensur mit einzigartigen Aufnahmen aus einem Gebiet, in dem es den marokkanischen Behörden gelungen ist, eine fast vollständige Medienblockade durchzusetzen.

Über “Memory Does Not Surrender”
„Memory Doesn’t Surrender“ ist ein Grassroot-Dokumentarfilm, der vom saharauischen Medienkollektiv Equipe Media produziert wurde. Der Film deckt die Hintergründe der Protestlager von Gdeim Izik im Jahr 2010 in der Westsahara auf und beleuchtet marokkanische Menschenrechtsverletzungen, politische Inhaftierungen und internationale Komplizenschaft.

Anstadt KRK20:00  - 22:00

ENG, de, fr


Donnerstag 04. JUNI
“Sudan, Remember Us” von Hind Meddeb

Film

SubAG Soli Sudan des Klimastreiks
https://bern.climatestrike.ch/
Wir sehen uns zusammen den Film "Sudan, Remember Us" von Hind Meddeb an. Es handelt sich um einen Dokumentarfilm, der sich mit den Nachwirkungen der sudanesischen Revolution von 2019 befasst. In jenem Jahr wurde die Diktatur von Omar al-Bashir vom Volk gestürzt. Hier beginnt der Film und endet mit dem Beginn des Krieges von 2023. Der Film erzählt von jungen Menschen, die die Revolution von unten für Gerechtigkeit und Frieden praktizieren, sich Ungerechtigkeiten und korrupten Armeen stellen, die durch imperialistische Interessen unterstützt wurden und werden.

Anstadt TOP-Kino19:00 - 21:30ENG, DE




Freitag 05. JUNI



Barbetrieb

Soliznacht ab 18:00



Offenes Plenum zur Zukunft der Anstadt

Plenum

anstadt.ch
Die Anstadt als Versuchsort abolitionistischer Praxis ist mittelfristig räumungsbedroht! Daher soll am Abolish-Festival ein offenes Plenum zur Zukunft der Anstadt abgehalten werden. Weil der Ort für viele Menschen wichtig ist und weit mehr als ein Wohnort bedeutet, wird das Plenum als offener Raum zum Mitdenken gestaltet. Es geht dabei konkret darum, Szenarien eines politischen Kampfes aufzuzeigen, Motivationgründe und Richtung zu fühlen, Partizipation und Zugehörigkeit zu ermöglichen und den Raum für Ideen zu öffnen.


Anstadt KRK14:30-16:30DE, eng, fr


Somatics + Abolitionismus

Workshop

Kuem
https://www.queerbodywork.net/über-mich
Viele politisch aktive Menschen sind sehr gut darin, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, Unterdrückung und Probleme analytisch auseinanderzunehmen, zu diskutieren usw. Jedoch haben viele von uns nicht gelernt, dies mit einem sensibilisierten Umgang mit unseren Gefühlen und unserem Körper zu verbinden. Dieser Workshop verbindet abolitionistische Theorie mit Körperarbeit. Es werden einfache Strategien entdeckt, mit denen wir zurück in den Körper kommen können und einander auf anderen Ebenen als der verkopften, analytischen zu begegnen. 

Anstadt Vakuum17:00-20:00DE, eng, fr


Congo Accountability Network (CAN) & Apartheid Free Zone (AFZ/BDS)

Input

Apartheid Free Zone Bern www.apartheidfree.ch

Congo Accountability Network CAN / Team Congo www.teamcongordc.com


Moderation & Hosting: AFZ Kampagne Bern & CAN Chapter Bern
Präsentation/Input zu internationalen Netzwerken mit CAN (Congo Accountability Network) und Apartheid Free Zone (AFZ/BDS). Mit Bazeli Mbo (Co-Founder Team Congo/CAN). Themen: Boycott, Divestment, Sanctions, Protest.

Bazeli Mbo (Co-Gründerin Team Congo & Congo Accountability Network) und Patou von BDS/AFZ Lausanne erzählen über die Arbeit in ihren Netzwerk-Organisationen und über die Verbindung der Kämpfe – für Palästina, für den Congo, global.

Durch friedliche Mittel des Widerstands – Boykotte, Desinvestitionen, Sanktionen und öffentliche Mobilisierung, rufen beide Netzwerke dazu auf, sich gegen die Besatzung, Apartheid und den Genozid in Palästina sowie gegen den Genozid, die Massenvertreibung und jene Akteure im Kongo einzusetzen, die von Konflikten und der Ausbeutung von Rohstoffen profitieren.

Die Netzwerke identifizieren «Targets», und liefern entsprechende Unterlagen für Boykottziele. Zum Schluss erzählt uns das Berner Kollektiv ‘Swiss Complicity’ über die Aktionen die sie organisieren gestützt auf die «Targets» geliefert von CAN und BDS. 
Die Recherchen von CAN und BDS identifizieren so auch «Targets», und liefern entsprechende Unterlagen für Boykottziele. Zum Schluss erzählt uns das Berner Kollektiv ‘Swiss Complicity’ über die Aktionen die sie organisieren gestützt auf die «Targets» geliefert von CAN und BDS.


Anstadt KRK20:00 - 22:00ENG, de, fr





Samstag 06. JUNI

Barbetrieb

Kinderbetreuung von 12:00 - 15:00

Spinnerei von 16:00-18:00

Soliznacht ab 18:00


Veloflicktag!

Workshop
In Nothilfecamps, wie Eschenhof/Gampelen, werden abgewiesene asylsuchende Personen bewusst von der Gesellschaft isoliert. Velos ermöglichen mehr Mobilität und Flexibilität. Daher sammeln wir während des ganzen Abolish! Velos und reparieren Velos mit kleinen Defekten. Hast du ein Velo übrig? Bring es vorbei!

Um Isolation zu bekämpfen, sammeln wir während des ganzen Abolish! Velos! Hast du oder deine Freund*innen (idealerweise noch fahrtüchtige) Velos, die nicht mehr gebraucht werden? Veloschlösser und Lichter sind auch immer super. Es werden Velos für erwachsene Personen gebraucht. Kleine Defekte (Pneu, Bremsen Licht, o.ä.) reparieren wir (gemeinsam) am Samstag, 6. Juni direkt vor Ort.  

Falls du ein Velo hast, es aber nicht bringen kannst, melde dich bei uns, wir holen es gerne ab.


Anstadt Werkstattab 10:00


Rebel Clown – Ridiculing Power

Workshop
„Was die Obrigkeit am meisten fürchtet, ist nicht die Konfrontation, sondern verspottet zu werden.“ In diesem dreistündigen Workshop erkunden wir den Clown und den Bouffon als spielerische Werkzeuge des Widerstands und der Vorstellung neuer Welten, verwurzelt in den Ideen des Abolitionismus. Inspiriert von der Clandestine Insurgent Rebel Clown Army (CIRCA) experimentieren wir mit Humor, Körperarbeit und Improvisation. Rebellisches Clowning schöpft aus verschiedenen Performance-Traditionen: der spielerischen Verletzlichkeit, Absurdität und naiven Neugier des Clowns und der scharfen, satirischen Schärfe des Bouffons. Der Bouffon ist ein alter theatralischer Archetyp: Außenseiter, die einst an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden und zurückkehrten, um die Machthaber zu verspotten. Rebellisches Clowning ist eine Technik und eine Seinsweise: offen, spontan und bereit zu scheitern. Rebellische Clowns übertreiben Regeln, spiegeln Autorität wider und stellen Hierarchien auf den Kopf. Indem sie Polizei und Staatsmacht lächerlich machen, entlarvt das Clownspiel die Absurdität von Uniformen und Kontrolle – und zeigt, dass Autorität auch eine Performance ist. Im Geiste der Abschaffung erforschen wir, wie Lachen Angst entwaffnen, starre Systeme verwirren und stören und Raum für die Vorstellung von Formen der Sicherheit und Fürsorge jenseits der Polizeiarbeit schaffen kann. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bringt Neugier, Verspieltheit und den Mut mit, albern zu sein.

Anmeldung erwünscht unter clownlab@proton.me max 35 Telnehmer*innen.


Anstasdt Vakuum12:00 - 15:00ENG, de, fr


House of Conflict

Workshop

Mo
“Wenn jemand nicht einmal einen Konflikt mit einem Freund lösen kann, wie soll er dann zu den allgemeinen Friedensbemühungen beitragen? Wenn wir uns weigern, mit einem Freund zu sprechen, weil wir unsere Ängste auf eine E-Mail projizieren, die er geschrieben hat, wie sollen wir dann Flüchtlinge, Migranten und Obdachlose in unseren Gemeinschaften willkommen heißen? Die Werte, die für die Heilung der Gesellschaft notwendig sind, sind dieselben, die für die persönliche Heilung erforderlich sind.”
Sara Schulman ‘Conflict Is Not Abuse’

Der Workshop ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden wir unsere Herangehensweisen, Herausforderungen, Ängste und Erfahrungen mit Konflikten austauschen und erörtern. Welche Geschichten erzählen wir uns selbst?

Der zweite Teil konzentriert sich auf das Lernen und Verlernen, wobei wir gemeinsam einige Werkzeuge und Praktiken betrachten, diskutieren und kritisch hinterfragen können, wobei wir darauf achten, was wir als Einzelpersonen tun können und wollen. Der letzte Teil kann als Realitätscheck dienen – was ist auf kollektiver Ebene tatsächlich machbar, wo liegt die Verantwortung der Gruppe und wie kann man den Wandel in Gang setzen?

Zusätzlich kann ich einen Raum anbieten, um über Ihre Fallstudie, eine bestimmte Situation oder mögliche Schritte zu sprechen – in Form einer gemeinsamen Problemlösung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Organisatoren.

Anstadt TOP-Kino, CLUB12:00 - 15:00ENG, de, fr



Framing Justice: Medien, Klima und Widerstand in Zeiten des Faschismus

Input

Mit Soony Mo

Abgesagt!

Die Erzählung: Wir erleben gerade einen historischen Moment der  Mehrfachkrise. Unser Kampf ist nicht nur ökologischer Natur, sondern auch eine Krise des Geistes und der Erzählung. Während Faschisten den Klimakollaps als Waffe einsetzen, um Konflikte und Blutvergießen zu schüren, wird der Kampf um unsere Zukunft auf dem Terrain der Medien und des Diskurses ausgetragen.

„Framing Justice“ ist eine kollektive Initiative, um die Medienarchitekturen zu demontieren, die faschistische Agenden beschönigen und normalisieren, die Zerstörung unseres Planeten zur Ware machen und die Wahrheit unter einer Wolke von Ablenkungsmanövern begraben. Dies ist ein Weg an der Front, wo der Kampf für ein lebenswertes Klima mit der Demontage von Autoritarismus, Rassismus, Patriarchat und all den miteinander verflochtenen Systemen der Unterdrückung einhergeht. Wir sind nicht hier, um nur über Gerechtigkeit zu „reden“; wir sind hier, um einen radikalen, unnachgiebigen Frieden aufzubauen, der sich weigert, Kompromisse mit den Architekten der Krise einzugehen. Um unsere Welt zurückzugewinnen, müssen wir uns zunächst die Macht aneignen, sie zu definieren. Durch kritische Hinterfragung und partizipativen Dialog werden wir Frieden neu definieren, Klimagerechtigkeit neu konzipieren und neue Rahmenbedingungen für die Nord-Süd-Solidarität schaffen, wobei wir alte Annahmen dekonstruieren, um unseren kollektiven Kampf zu schärfen.

Anstadt KRK15:00 - 17:00ENG, de, fr




Workshop zur Cyanitype Technik





Drucken Sie mit uns Ihren eigenen Cyanotypie-Aufnäher!

Mithilfe von Sonnenlicht und lichtempfindlichen Chemikalien belichten wir Festivalgrafiken auf Stoff und gestalten gemeinsam einzigartige blaue Aufnäher.

Ein kleiner Workshop über die Cyanotypie-Technik, gemeinsames Lernen, nicht-kommerzielle Kreativität und das Schaffen politischer Ästhetik mit unseren eigenen Händen

Wenn Sie weiße T-Shirts oder Taschen mitbringen möchten, würden wir uns sehr darüber freuen!

Nur bei gutem Wetter





Anstadt, vor der Bar


17:00-19:00


Abolitionismus im Kontext des Schweizer Strafvollzugs?

Workshop
Wenn wir im hiesigen linkspolitischen Kontext über Gefängnisse und Abolitionismus sprechen, stehen oft entweder die Praxis der Schweizer Ausschaffungs-/Administrativhaft im Zentrum, oder aber es zirkulieren Vorstellungen und Bilder aus anderen Strafvollzugssystemen (z.B. dem U.S.-Kontext). Was aber passiert eigentlich im Schweizer Strafvollzug? Wie ist er aufgebaut und wie zeichnen sich Politiken des Strafens hierzulande aus? Was haben auch sie mit dem Grenzregime und anderen Formen der Unterdrückung zu tun? Und wie soll damit umgegangen werden, dass besonders der Justizvollzug der Deutschschweiz manchmal sogar aus gefängniskritischen Perspektiven als positive Referenz genutzt wird? Können und sollten wir trotzdem sagen «Nieder mit den Knästen» oder «Strafen gehören abgeschafft»?

Wir sind zwei Sozialanthropolog:innen, Gefängnisforscher:innen und Aktivist:innen (u.a. aus der Bfa! und dem Bündnis «Wo Unrecht zu Recht wird»), die sich freuen, mit euch zu diskutieren. Wir haben selbst keine Vollzugserfahrung und sind weder von Rassismus, Armut, noch dem Grenzregime direkt betroffen, berichten aber gerne von mehreren Jahren Forschung zum Schweizer Strafsystem.

Dieser Workshop mit einführendem Input und anschliessender Gruppendiskussion zu abolitionistischen Perspektiven in der Schweiz richtet sich an alle, die interessiert sind, über diese Fragen nachzudenken. Wir versuchen, den Input so zugänglich wie möglich zu gestalten und Pausenbedürfnisse zu berücksichtigen.

Anstadt KRK 18:00-20:00DE, eng, fr


Une île et une nuit / Koy kéren suri ma / Jedna wyspa, jednej nocy / Una illa e una nuèch / Gun kelen ani su kelen / جزيرةوليلة / Адзін востраў і адна ноч / O insulă și o noapte / Ag guddi ca diggu géej / An Island and One Night / ⴶⴰⵔ ⵓⵜⵍⴰⵏ ⴰⴷⴰⵂⴰⴹ

Film/Vision

Mit den Pirat*innen von Lentillères
https://piratesdeslentilleres.net/


Eine Insel und eine Nacht – ein Film der Pirat*innen von Lentillères │ 2021-2023 │ 100 min. │ Elf verschiedene Sprachen, ohne Untertitel │ ohne Altersbeschränkung

Rund um ein Feuer erzählen sich Reisende und Pirat*innen ihre Erinnerungen, ihre Träume und ihre Kämpfe. Von einer Sprache zur anderen, von einer Erzählung zur nächsten hören wir das Donnern des Sturms und das Rauschen der Blätter, die drohende Sirene und die verrückten Tänze, der Klang der Säbel und das Zwitschern der Vögel. Bis zur Morgendämmerung wandeln wir auf den tausend und ein Wegen dieser eingebildeten aber dennoch existierenden Insel.
Anstadt TOP-KinoFilm 20:00 




Sonntag 07. JUNI








Barbetrieb

Solizmittag ab 12:30

Kinderbetreuung  10:00 - 14:00


Underground Capacity Building: Workshop zur praktischen Selbstverteidigung gegen digitale Unterdrückung und Überwachung

Workshop
* Du lernst verschiedene Geschichten von Aktivisten kennen. Wie sie gehackt wurden, was man daraus lernen kann und wie sie sich schützen.
* Du erfährst, wie deine Identität mit deinem Smartphone verknüpft ist und wie jemand deinen Standort herausfinden kann.
* Du erfährst, dass das Versenden von E-Mails so ist, als würde man eine Postkarte verschicken, die jeder lesen kann, der möchte.
* Du lernst, wie du überprüfen kannst, ob deine persönlichen Daten durch Datenlecks im Dark Web gelandet sind
* Du lernst, wie man CryptPad nutzt
* Du lernst, welchen Browsern, Suchmaschinen und E-Mail-Anbietern du vertrauen kannst.
* Du lernst, wie du viel weniger SPAM in deiner E-Mail bekommst
* Du lernst, wie du dein digitales Wohlbefinden verbessern kannst und keine nervigen Werbeanzeigen mehr bekommst
* Du lernst, wie du dein digitales Leben so organisierst, dass du einen besseren Überblick hast.
* Du lernst, warum Hacker ständig versuchen, in dein digitales Leben einzudringen
* Wenn du mit einer neuen App oder Software in Kontakt kommst, lernst du, wie du herausfindest, ob du ihr vertrauen kannst
* Du lernst viele neue Tools kennen, die deine digitale Sicherheit und Privatsphäre verbessern
* Und vieles mehr :))

Da es im Bereich der digitalen Sicherheit viel zu besprechen und zu lernen gibt, dauert der Workshop fast den ganzen Tag. Mit Geschichten, Analogien und Zeichnungen versuchen wir unser Bestes, um den Workshop so zugänglich, unterhaltsam, interessant, verständlich und konkret wie möglich zu gestalten. Wir stellen dir viele Tools zur Verfügung und geben dir im Workshop Zeit, diese durch ein unterhaltsames Spiel direkt auf deinem Smartphone anzuwenden. Du benötigst keine Vorkenntnisse, um dem Workshop folgen zu können.

Anmeldung unter: https://cryptpad.disroot.org/form/#/2/form/view/-ntDCjBolBScqd1kwTm50gnP53ED5ChUj5AhaDjkpWA/
Anstadt Vakuum10:00 - 18:00ENG, DE


Gegen Strafe. Jenseits von Schuld und Unschuld handeln

Input
Der Workshop gibt Einblick in die Arbeit gegen Racial Profiling von Leben ohne Strafe in Bonn. 

Der Workshop hat zwei Teile. Im ersten Teil stellen wir die Struktur von
Leben ohne Strafe vor. Wir unterstützen Betroffene von Polizeigewalt wie
dem Strafsystem, sei es weil sie eine Polizeikontrolle erlebt haben,
eine Strafe erhalten haben oder, wenn sie in Gefahr sind, eingesperrt zu
werden. Ziel des Workshops ist es, Menschen Informationen zu geben,
sodass sie eine ähnliche Struktur aufbauen können.

Im zweiten Teil des Workshops besprechen wir, warum unsere Arbeit
abolitionistisch ist und welche Prinzipien uns bei der Arbeit
orientieren. Unser Fokus wird sein, warum unsere Arbeit es braucht, dass
wir weg von der Unterscheidung zwischen Schuld und Unschuld kommen, weil
wir die Ursachen von Gewalt bekämpfen wollen und nicht einzelne
Menschen. Wir erzählen, wie dieser Anspruch konkret zu Herausforderungen
führt und möchten mit allen Teilnehmenden gemeinsam darüber sprechen.

Anstadt KRK12:00 - 15:00DE, eng, fr



Abschlussplenum Abolish 2026Anstadt KRK15:00 - 18:00DE, eng, fr