AWARENESS AM ABOLISH!



DE: Am Abolish! vertreten wir die Position, die gesellschaftliche Verhältnisse und gewaltvolle Strukturen sowie deren Ausschluss und Diskriminierungsmechanismen reflektiert und diese in der eigenen politischen Praxis entschieden zu verhindern sucht.

Das bedeutet, dass sich unsere Arbeit an barrierearmen, niederschwelligen, emanzipatorischen, feministischen, queeren, rassismuskritischen, antifaschistischen und anti
patriarchalen Ansprüchen orientiert.

Awarenessteam
Während, vor- und nach allen Veranstaltungen ist ein erkennbares Awarenessteam vor Ort, an welches ihr euch wendet könnt. Wir nehmen dich ernst, unterstützen dich und hören dir zu.

Es gibt einen safer space, der als Rückzugsort zur Verfügung steht.



Awareness am Abolish!: Statement

“Be careful with each other so we can be dangerous together.”

Der englische Begriff ‚awareness‘ lässt sich mit Bewusstsein übersetzen. Im deutschsprachigen Raum steht der Begriff für eine Haltung und Praxis, die Diskriminierung und (sexualisierter) Gewalt entgegenwirkt und konsensbasiertes Handeln fördert.
A
m Abolish! vertreten wir die Position, die gesellschaftliche Verhältnisse und gewaltvolle Strukturen sowie deren Ausschluss- und Diskriminierungsmechanismen reflektiert und diese in der eigenen politischen Praxis entschieden zu verhindern sucht. 
Das bedeutet, dass sich unsere Arbeit an barrierearmen, niederschwelligen, emanzipatorischen, feministischen, queeren, rassismuskritischen, antifaschistischen und antipatriarchalen Ansprüchen orientiert. 
Diskriminierenden Denkmustern und Strukturen entgegenzuwirken, ist ein andauernder Prozess. Wir sind in kollektiver Verantwortung, diskriminierungskritische Arbeit zu leisten und das Abolish! zugänglich zu gestalten. 


Grundprinzipien:

Wir handeln nach folgenden Grundprinzipien:

Definitionsmacht: Die betroffene Person bestimmt, was grenzüberschreitend ist. 

Parteilichkeit : Wir stehen hinter der betroffenen Person. Wir relativieren nicht.

Freiwilligkeit: Betroffene entscheiden selbst, was sie brauchen. Wir handeln nur im Konsens.

Vertraulichkeit: Alles, was uns anvertraut wird, bleibt geschützt. Keine Weitergabe ohne Zustimmung.

Keine Täter*innenzentrierung: Es geht nicht um die Absicht der übergriffigen Person – sondern um die Wirkung.

Intersektionalität: Wir denken Machtverhältnisse und ihre Überschneidungen zusammen – z. B. Rassismus, Sexismus, Ableismus.

Kollektive Verantwortung: Awareness betrifft alle – nicht nur das Awareness-Team. 


Wie du Verantwortung mittragen kannst:

  • Frage deine Menschen welche Pronomen sie gebrauchen, statt Annahmen zu treffen.
  • Vermeide Witze, die auf Gewalterfahrungen anspielen.
  • Frage nach Einverständnis, bevor du dich in Gesprächen dir unbekannter Menschen einklinkst, sie berührst oder sonst körperlich Nahe kommst. Nur ein explizites “JA” ist Konsens.
  • Biete Unterstützung an, statt unabgesprochen anderen zu “helfen”.
  • Vermeide Kommentare, welche die Abweichung von Normen anderer zentriert oder impliziert, wie beispielsweise die Frage nach der Herkunft.
  • Wenn andere auf Missständnisse aufmerksam machen, höre aktiv zu und lenke nicht vom Thema ab. Vermeide es die Thematik durch andere Missstände zu relativieren oder in Frage zu stellen.
  • Gebt Acht aufeinander, und fragt lieber ein mal zuviel statt zu wenig nach ob wer OK ist oder sich wohl fühlt.


Awareness - Infrastruktur am Abolish!

Während, vor- und nach allen Veranstaltungen ist ein erkennbares Awarenessteam vor Ort, an welches ihr euch wendet könnt. Wir nehmen dich ernst , unterstützen dich und hören dir zu.

Es gibt einen safer space, der als Rückzugsort zur Verfügung steht, wo sich Menschen von anstrengenden Situationen erholen können. 

Hinsichtlich archtitektionischer Barrieren, sind alle Räume, bis auf das Top Kino, sowie Toiletten sind mit Rollstuhl zugänglich.

Meldet euch eine Woche vor der Veranstaltung via Mail (abolitionismus@immerda.ch), falls ihr Übersetzung in Gebärdensprache braucht. 

Viele Veranstaltungen werden auf Englisch und Französisch übersetzt und sind dementsprechend im Programm markiert. Falls Übersetzung in andere Sprachen  gebraucht werden, bitte frühzeitig melden auf: abolitionismus@immerda.ch

Filme werden mit bereits vorhandenen Untertiteln gezeigt.


Grenzen unserer Awareness - Arbeit:

Durch Awareness allein kann Diskriminierung und Gewalt nicht verhindert werden und kein Raum ist per se diskriminierungs- und gewaltfrei. 

Es ist notwendig, sich der eigenen Rolle und Machtposition bewusst zu sein, die mensch im Kontakt mit Betroffenen und auch diskriminierenden/gewaltausübenden Personen innehat. Zudem ist es wichtig, die eigenen Privilegien zu reflektieren und zu akzeptieren, dass man nicht für jede betroffene Person eine vertrauensvolle Ansprechperson sein kann. Es können Fehler passieren, die Teil eines ständigen Lernprozesses sein sollen. 
Wir freuen uns auf Rückmeldungen, um uns weiter zu sensibilisieren und unser Bewusstsein zu vertiefen. 
Wenn du Inputs zum Inhalt unserer Positionen, zu unserer Awareness - Arbeit oder sonstige Fragen hast, kannst du dich gerne bei uns melden. Auch wenn du Geschehnisse gemeinsam nachbearbeiten möchtest, sind wir für dich da.

Schreib uns eine Mail an abolitionismus@immerda.ch, oder melde dich auf Instagram @politmonat_abolish.



Weiterführende Informationen

Was ist Awareness?

Awareness-Arbeit hat ihre Wurzeln in der politischen Selbstorganisierung marginalisierter Gruppen – von feministischen Hausprojekten bis zu antirassistischen Kollektiven. 
Dort entstand die Überzeugung: Sicherheit ist kein Zustand, den Institutionen garantieren – sondern etwas, das wir gemeinsam herstellen.
Awarenessarbeit ist Schutzarbeit und bedeutet: 
  • Achtsamkeit für Machtverhältnisse, Diskriminierung und persönliche Grenzen
  • Solidarität mit Betroffenen – nicht Neutralität
  • Intervention, wenn Übergriffe passieren
  • Vermeidung, durch sensible Strukturen im Vorfeld

Der Awarenessansatz kommt nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis: Er wurde von Betroffenen von Diskriminierung und (sexualisierter) Gewalt und ihren Verbündeten entwickelt. Sie schufen als Expert*innen der eigenen Betroffenheit eine gemeinsame Haltung, die aus dem Wissen um Machtverhältnisse entstanden ist.


Diskriminierungsformen

Bei diskriminierungssensibler Arbeit ist es wichtig, die verschiedenen Formen von Diskriminierungen anzuerkennen. Wir verwenden Diskriminierung als Sammelbegriff für jegliche willkürliche und doch systematische Abwertungen, Gewaltanwendungen, oder sonstige Ausschlüsse. Es gibt beispielsweise Diskriminierung aufgrund von (angenommer) sozialer oder kultureller Herkunft, Aussehen, oder zugeschriebenem Geschlecht. Diskriminierungen geschehen auf verschiedenen Ebenen, weshalb sich je nach Diskriminierungsform und Ebenen die Handlungsmöglichkeiten unterscheiden. 

Zum einen kann auf einer individuellen Ebene reflektiert werden inwiefern mensch als Einzelperson sich diskriminierend verhält. Ohne Anlass anzunehmen, das eine BIPOC* Person kein Deutsch versteht ist ein Ausdruck von rassistischer Diskriminierung. Solch ein Fall nennt sich auch Othering. Das heisst, das einer Person per se das Anderssein zugeschrieben wird. Dabei spielt die Absicht hinter dem diskriminierenden Handeln keine Rolle, sondern die Wirkung auf die betroffene Person ist zentral. 

Zum anderen sind Diskriminierungen strukturell verankert. Das heisst es werden durch Gesetze oder Institutionen Menschen diskriminiert. Beispielsweise durch das Einsperren aufgrund von Aufenthalt in der Schweiz ohne Bewilligung. Strukturelle Diskriminierung bedarf oftmals an weitreichender, kollektiver Organisation von vielen Menschen um sie eindämmen zu können. 

Dabei ist wichtig zu beachten, das trotz Unterscheidung zwischen Diskriminierungsformen und -ebenen, die Grenzen nicht trennscharf sind. Wie wir uns als Einzelpersonen verhalten ist stark geprägt durch die Systeme, in denen wir uns befinden. Staaten, die Kapital als höchstes Gut werten und der Reichtum, der durch Ausbeutung der Globalen Mehrheit aufrecht erhalten wird, bauen seit Jahrhunderten auf die Auf- und Abwertungen von Menschen und Gruppen.

Die Ursprünge zwischen den Diskriminierungsformen sind oft dieselben. So stehen Rassismus und Cissexismus (Diskriminierung von Menschen, die sich nicht mit ihrem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren) in einem direkten Zusammenhang. Im Zuge der Kolonialisierung ging die entmenschlichende Rassifizierung von Schwarzen Menschen mit der Abwertung von nicht geschlechterbinärer Identitäten einher. 

Ein essentieller Ansatz beim Erfassen und dem Entgegenwirken von Diskriminierung ist Intersektionalität. Intersektionalität bezeichnet das Beachten und Zentrieren von Erfahrungen, die in den Schnittstellen von verschiedenen Diskriminierungsformen entstehen. Das Verbot, eine Burka zu tragen ist eine Form von Rassismus und Sexismus, die ausschliesslich muslimische Frauen betrifft. Schwarze trans* Frauen sind aufgrund von anti-Schwarzem Rassismus, Cissexismus und Misogynie besonders häufig finanziell gefährdet, ihre spezifischen Erfahrungen von Mehrfachdiskriminierung werden auch Transmisogynoir genannt.

Das Einbeziehen der Erfahrungen von mehrfach diskriminierten Menschen ist wichtig, da sonst Lebensrealitäten unsichtbar gemacht und gesellschaftliche Ausschlüsse nie vollständig überwunden werden können. 

Im Folgenden werden weitere Diskriminierungsformen benannt, ohne den Anspruch, alle Diskriminierungserfahrungen abbilden zu können. Die Auflistung bedeutet nicht, dass wir die Diskriminierungsformen überwunden haben, sondern soll Bewusstsein für ihre Existenz schaffen und zur kritischen Reflexion einladen:

- Ableismus/Behindertenfeindlichkeit

Diskriminierung von Menschen, die der physischen und psychischen Normvorstellung von "Gesundheit" nicht entsprechen. Sie betrifft u.a. Menschen mit körperlichen Behinderungen oder chronischen Krankheiten. Sie zeigt sich beispielsweise durch architektonische Barrieren (Treppen, Erhöhungen), die den Zugang zu Orten mit einem Rollstuhl verunmöglichen, oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten für Menschen auf dem Autismusspektrum in reizüberflutenden Orten.

- Queerfeindlichkeit

Sammelbegriff von jeglichen Diskriminierungsformen gegen queere Menschen. Sie kann Homofeindlichkeit beinhalten, wie erschwerte Adoptionsprozesse für gleichgeschlechtliche Paare oder Trans*feindlichkeit, die sich durch institutionelle Hürden zu geschlechtsangleichender, medizinischer Versorgung äussert. 

- Klassismus  

Diskriminierung von Menschen aus einer prekarisierten sozialen Klasse. Sie zeigt sich u.a. durch körperliche Gewalt gegen Menschen ohne Wohnort, fehlende Schutzangebote und dem Kriminalisieren und Einsperren von Menschen, die ihre Rechnungen nicht begleichen können. 

- Rassismus/Rassifizierung/Rassistische Diskriminierung

Rassismus bezeichnet die willkürliche Konstruktion von "Rassen", die unterschiedlich hierarchisch eingestuft werden. Menschen, die nich der weissen Normvorstellungen entsprechen, werden rassifiziert. Aufgrunddessen erfahren sie rassistische Diskriminierung, wie beispielsweise Arbeitsverbote, gewaltvolle Ausschaffungen oder racial profiling durch die Polizei. 


- Sexismus

Unter Sexismus verstehen wir die Benachteiligung und Abwertung von Personen aufgrund ihres Geschlechtes. In einer patriarchalen Gesellschaft sind davon vor allem nicht-cis-männliche Personen, also Frauen, trans* und inter* Personen betroffen. Cis-Männlichkeit wird als Norm angesehen, an der alles gemessen wird.
So sind beispielsweise Frauen, trans* und inter* Personen einem höheren Verletzungs–­ und Sterberisiko ausgesetzt, da das Gesundheitssystem und die medizinische Versorgung auf den Durchschnittsmann ausgelegt sind. Ein weiteres Beispiel, das sexualisierte Gewalt im Justizsystem nicht anerkannt wird, ausser es wurde explizit verbal ein "Nein" kommuniziert. 

- Lookismus

Diskriminierung aufgrund der Abweichung von Schönheitsnormen, sei es durch Kleidung oder Körperform. Sie zeigt sich beispielsweise durch das Absprechen von Kompetenzen im Berufsalltag aufgrund des Aussehens. 

- Fettfeindlichkeit

Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres hohen Körpergewichts. Sie zeigt sich u.a. durch das nicht ernst nehmen von gesundheitlichen Anliegen in medizinischen Strukturen, in welchen die Ursache von Beschwerden oft auf das Körpergewicht reduziert wird.


Vermeidung von Diskriminierung:

Es gibt verschiedene Wege, um Orte und Veranstaltungen als Einzelperson möglichst diskriminierungsarm zu gestalten. Ein Bewusstsein über Privilegien kann aufzeigen, in welchen Bereichen mensch eventuell noch Normvorstellungen verinnerlicht hat. Wenn mensch sich als cis - Mann identifiziert und als solcher wahrgenommen wird, kann es weniger auffallen, das anderen Menschen in Gesprächen weniger Achtung geschenkt wird. Sich dessen bewusst zu sein, hilft, das Unterbrechen von TINFA*-Person aktiver vermeiden zu können. In awarenesssensibler Arbeit werden die Bedürfnisse von betroffenen Personen zentriert, deshalb ist es wichtig sich kontinuierlich Lebensrealitäten von diskriminierungsbetroffener Menschen auseinanderzusetzen. Erfahrungen und Einordnungen sollten nicht hinterfragt sondern vertraut werden. Erkenne deine eigene Grenzen hinsichtlich deines Wissens und persönlichen Erfahrungen an. Auch wenn die Konfrontation mit den eigenen Denkmustern manchmal schwierig zu anzunehmen ist, ist es wichtig nicht defensiv zu reagieren, da sonst betroffenen Personen Schaden kleingesprochen wird. Nimmst du eine übergriffige Situation bei anderen wahr, oder hast ein ungutes Gefühl, kannst du andere Menschen wie u.a. das Awarenessteam zur Unterstützung hinzuziehen. 


AWARENESS AT ABOLISH!




ENG: At Abolish!, we advocate for a perspective that critically examines social conditions and structures of violence, as well as the mechanisms of exclusion and discrimination they entail, and actively seek to prevent them in our own political practice.

This means that our work is guided by principles of accessibility, low-threshold access, emancipation, feminism, queerness, anti-racism, anti-fascism, and anti-patriarchy.


Awareness Team
During, before and after all events, a clearly identifiable Awareness Team will be on site.
You can approach us, we will take you seriously, support you and listen to you.

There is a safer space available for people that need a place of retreat.




Awareness at Abolish!: Statement / EN

“Be careful with each other so we can be dangerous together.”

Awareness is a term referring to an attitude and practice that counteracts discrimination and (sexualized) violence and promotes consensual behavior. Awareness is an approach to mindfulness in our interactions with one another and is based on an understanding of power dynamics.
At Abolish!, we advocate for a perspective that critically examines social conditions and structures of violence, as well as the mechanisms of exclusion and discrimination they entail, and actively seek to prevent them in our own political practice. This means that our work is guided by principles of accessibility, low-threshold access, emancipation, feminism, queerness, anti-racism, anti-fascism, and anti-patriarchy. 
Countering discriminatory thought patterns and structures is an ongoing process. We share a collective responsibility to engage in anti-discrimination work and to make Abolish! accessible to all. 
During, before, and after all events, an Awareness Team will be on site and clearly identifiable; there will also be a safe space available as a place of refuge. 

We act according to the following fundamental principles:
  • Power of definition: The person affected determines what constitutes a violation
  • Allyship: We stand behind the person affected. We do not minimize.
  • Self determination: Those affected decide for themselves what they need. We act only by consent.
  • Confidentiality: Everything entrusted to us remains protected. No disclosure without consent.
  • Focus on impact: It is not about the intent of the person who committed the violation—but about the impact.
  • Intersectionality: We consider power dynamics and their intersections together—e.g., racism, sexism, ableism.
  • Community accountability: Awareness concerns everyone—not just the Awareness Team.


How you can put your responsibility into practice:
  • Ask people which pronouns they use instead of making assumptions.
  • Avoid jokes that hint to experiences of violence.
  • Ask for consent before joining conversations with people you don’t know, touching them, or getting physically close to them in any other way. Only an explicit “YES” constitutes consent.
  • Offer support instead of “helping” others without their permission.
  • Avoid comments that focus on or imply deviations from others’ norms, such as asking about their background.
  • When others bring up grievances, listen actively and do not divert the conversation from the topic. Avoid relativizing or questioning the issue by bringing up other grievances.
  • Look out for one another, and it’s better to ask once too often than not enough whether someone is okay or feeling comfortable


What does awareness mean?

Awareness work has its roots in the political self-organization of marginalized groups—from feminist housing projects to anti-racist collectives. 
There the conviction emerged: Safety cannot be guaranteed by institutions— it is something we create together.
Awareness work is protection work and means: 
  • Mindfulness regarding power dynamics, discrimination, and personal boundaries
  • Solidarity with those affected—not neutrality
  • Intervention when incidents occur
  • Prevention through sensitive structures in advance

The awareness approach does not stem from theory, but from practice: it was developed by those affected by discrimination and (sexualized) violence and their allies. As experts by experience, they created a shared stance rooted in an understanding of power dynamics. 


Awareness - Infrastructure at Abolish!

During, before and after all events, a clearly identifiable Awareness Team will be on site. You can approach us, we will take you seriously, support you and listen to you.

There is a safer space available for people that need a place of retreat.

In regards to physical barriers, all rooms (except the Top Kino) and restrooms are wheelchair accessible.

Please contact us via email (abolitionismus@immerda.ch) one week before the event if you need sign language interpretation.

Many events are translated to English and French.
If translation to other languages is needed, please notify us in advance at: abolitionismus@immerda.ch.

Films are shown with pre - existing subtitles.


Limitations of our awareness-raising work:

Awareness alone cannot prevent discrimination and violence, and no space is inherently free of discrimination and violence. 

It is essential to be aware of one’s own role and position of power when interacting with those affected as well as with individuals who discriminate or commit acts of violence. It is also important to reflect on one’s own privileges and to accept that one cannot be a trusted point of contact for every person affected. Mistakes can happen, and they should be seen as part of an ongoing learning process. 
We welcome feedback to help us further sensitize ourselves and deepen our awareness. 
If you have input regarding the content of our positions, our awareness-raising work, or any other questions, please feel free to reach out to us. We are also here for you if you would like to process events together.

Send us an email at abolitionismus@immerda.ch, or reach out to us on Instagram @politmonat_abolish.

What does discrimination look like?

When trying to reduce discrimination, it is important to recognize the various forms of it. We use “discrimination” as an umbrella term for any arbitrary yet systematic devaluation, use of violence, or other forms of exclusion. For example, discrimination can occur based on (perceived) social or cultural background, appearance, or assigned gender. Discrimination occurs at various levels, which is why the possible courses of action differ depending on the form and level of discrimination. 

On the one hand, one can reflect at the individual level on the extent to which one behaves in a discriminatory manner as an individual. Assuming without cause that a BIPOC* person does not understand German is an expression of racial discrimination. Such a case is also referred to as “othering.” This means that a person is inherently perceived as different. In this context, the intention behind the discriminatory action is irrelevant; rather, the impact on the affected person is central. 

On the other hand, discrimination is structurally embedded. This means that people are discriminated against through laws or institutions. For example, people can be incarcerated for residing in Switzerland without a permit. Structural discrimination often requires far-reaching, collective action by many people to be effectively dimnished. 

It is important to note that, despite the distinction between forms and levels of discrimination, the boundaries are not clear cut. How we behave as individuals is strongly shaped by the systems in which we find ourselves. States that value capital as the highest good and the wealth maintained through the exploitation of the Global Majority have for centuries relied on the devaluation and overevaluation of people and groups.

The origins of different forms of discrimination are often the same. For instance, racism and cissexism (discrimination against people who do not identify with the gender assigned to them at birth) are directly linked. In the course of colonization, the dehumanizing racialization of Black people went hand in hand with the degradation of non-binary gender identities. 

An essential approach to understanding and countering discrimination is intersectionality. Intersectionality refers to acknowledging and centering experiences that arise at the intersections of various forms of discrimination. The ban on wearing a burqa is a form of racism and sexism that exclusively affects Muslim women. Black trans* women are particularly vulnerable to financial precariousness due to anti-Black racism, cissexism, and misogyny; their specific experiences of multiple discriminations are also referred to as transmisogynoir.

It is important to incorporate the experiences of people who face multiple forms of discrimination, as otherwise the realities of their lives will remain invisible and social exclusion can never be fully overcome. 

The following list identifies additional forms of discrimination, without claiming to be exhaustive. This list does not imply that we have overcome these forms of discrimination; rather, it aims to raise awareness of their existence and encourage critical reflection:

- Ableism

Discrimination against people who do not conform to the physical and psychological “health” norms. It affects, among others, people with physical disabilities or chronic illnesses. It manifests itself, for example, through architectural barriers (stairs, raised platforms) that make access to certain places impossible for wheelchair users, or a lack of safer spaces for people on the autism spectrum in overstimulating environments.

- Queerphobia

An umbrella term for all forms of discrimination against queer people. It can include homophobia, such as difficult adoption processes for same-sex couples, or transphobia, which manifests itself through institutional barriers to gender-affirming medical care. 

- Classism  

Discrimination against people from a socially marginalized class. This manifests itself, among other things, in physical violence against people without a fixed residence, a lack of protective services, and the criminalization and incarceration of people who are unable to pay their bills. 

- Racism/Racialization/Racial Discrimination

Racism refers to the arbitrary construction of “races” that are ranked in a hierarchical order. People who do not conform to the constructed norm of whiteness are racialized. As a result, they experience racial discrimination, such as employment bans, violent deportations, and racial profiling by the police. 

- Sexism

We define sexism as the discrimination and devaluation of people based on their gender. In a patriarchal society, this primarily affects non-cisgender men—that is, women, trans* and inter* people. Cisgender masculinity is viewed as the norm against which everything else is measured.
For example, women, trans* and inter* people are at a higher risk of injury and death because the healthcare system and medical care are designed for the average man. Another example is that sexual violence is not recognized in the justice system unless a verbal “no” was explicitly communicated. 

- Lookism

Discrimination based on deviation from beauty standards, whether through clothing or body shape. It manifests, for example, in the denial of professional competence in the workplace. 

- Fatphobia

Discrimination against people based on their high body weight. It manifests, among other things, in the failure to take health concerns seriously within medical systems, where the cause of symptoms is often reduced to body weight.


Preventing Discrimination:

There are various ways for individuals to make spaces and events as free from discrimination as possible. Being aware of one’s privileges can help identify areas where one may still have internalized normative expectations. If one identifies as a cis man and is perceived as such, it may be less noticeable when one shows less respect to others in conversations. Being aware of this helps you more actively avoid interrupting TINFA* individuals. In awareness-sensitive work, the needs of affected individuals are prioritized; therefore, it is important to continually engage with the lived realities of people affected by discrimination. Experiences and assessments therof should not be questioned but trusted. Acknowledge your own limitations regarding your knowledge and personal experiences. Even though confronting your own thought patterns can sometimes be difficult to accept, it is important not to react defensively, as this minimizes the harm experienced by those affected. If you notice an intrusive situation involving others, or if you have an uneasy feeling, you can seek support from others, such as the awareness team. 





Awareness à Abolish!


FR : au Abolish!, nous défendons une approche qui examine d’un œil critique les conditions sociales et les structures de violence, ainsi que les mécanismes d’exclusion et de discrimination qu’elles impliquent, et nous nous efforçons activement de les prévenir dans notre propre pratique politique.



Cela signifie que notre travail est guidé par les principes d’accessibilité, d’ouverture à tous, d’émancipation, de féminisme, de queer, d’antiracisme, d’antifascisme et d’antipatriarcat.




Équipe de sensibilisation

Pendant, avant et après tous les événements, une équipe de sensibilisation clairement identifiable sera présente sur place.

Vous pouvez vous adresser à nous, nous vous prendrons au sérieux, nous vous soutiendrons et nous vous écouterons.


Un espace sécurisé est à la disposition des personnes qui ont besoin d’un lieu de refuge.




Awareness au Abolish ! : Statement

« Be careful with each other so we can be dangerous together.»

Le terme anglais « awareness » peut se traduire par « conscience ». Dans l’espace germanophone, ce terme désigne une attitude et une pratique qui luttent contre la discrimination et la violence (sexuelle) et favorisent une action fondée sur le consentement. Chez Abolish!, nous défendons une position qui porte un regard critique sur les conditions sociales et les structures violentes ainsi que sur leurs mécanismes d’exclusion et de discrimination, et qui cherche résolument à les empêcher dans notre propre pratique politique. Cela signifie que notre travail s’oriente vers des principes d’accessibilité, d’ouverture, d’émancipation, de féminisme, de queer, de lutte contre le racisme, d’antifascisme et d’antipatriarcat. Lutter contre les schémas de pensée et les structures discriminatoires est un processus continu. Nous avons la responsabilité collective de mener un travail critique face à la discrimination et de rendre Abolish! accessible. 


Principes fondamentaux :

Nous agissons selon les principes fondamentaux suivants : 

-       Pouvoir de définition : c’est la personne concernée qui détermine ce qui constitue un dépassement des limites. 

-       Parti pris : nous soutenons la personne concernée. Nous ne relativisons pas.

-       Volontariat : les personnes concernées décident elles-mêmes de ce dont elles ont besoin. Nous n’agissons que par consensus.

-       Confidentialité : tout ce qui nous est confié reste protégé. Aucune divulgation sans consentement.

-       Pas de focalisation sur l’auteur·e : il ne s’agit pas de l’intention de la personne qui a commis l’agression, mais de l’effet produit.

-       Intersectionnalité : nous considérons les rapports de force et leurs recoupements dans leur ensemble – par exemple, le racisme, le sexisme, le capacitisme.

-       Responsabilité collective : la sensibilisation concerne tout le monde – pas seulement l’équipe de sensibilisation. 


Comment tu peux assumer ta part de responsabilité :

-       Demande aux personnes avec qui tu es en contact quels pronoms elles utilisent, au lieu de faire des suppositions.

-       Évite les blagues qui font allusion à des expériences de violence.

-       Demande le consentement avant de t'immiscer dans les conversations de personnes que tu ne connais pas, de les toucher ou de t'approcher physiquement d'elles. Seul un « OUI » explicite vaut consentement.

-       Propose ton aide plutôt que d’« aider » les autres sans en avoir discuté au préalable.

-       Évite les commentaires qui mettent l’accent sur la différence par rapport aux normes des autres ou qui l’impliquent, comme par exemple la question de l’origine.

-       Lorsque d’autres personnes signalent des problèmes, écoute-les activement et ne détourne pas l’attention du sujet. Évite de relativiser ou de remettre en question le sujet en évoquant d’autres problèmes.

Prenez soin les uns des autres, et mieux vaut demander une fois de trop que pas assez si quelqu’un va bien ou se sent à l’aise.


Sensibilisation – Infrastructure à l’Abolish !

Pendant, avant et après tous les événements, une équipe de sensibilisation facilement identifiable est présente sur place, à laquelle vous pouvez vous adresser. Nous vous prenons au sérieux, nous vous soutenons et nous vous écoutons.

Un espace sûr est disponible comme lieu de refuge où les personnes peuvent se remettre de situations éprouvantes. 

En ce qui concerne les barrières, toutes les salles, à l’exception du Top Kino, ainsi que les toilettes, sont accessibles en fauteuil roulant.

Si vous avez besoin d’une traduction en langue des signes, veuillez nous contacter par courriel (abolitionismus@immerda.ch) une semaine avant l’événement. 

De nombreux événements sont traduits en anglais et en français et sont signalés comme tels dans le programme. Si une traduction dans d’autres langues est nécessaire, veuillez-nous en informer à l’avance à l’adresse suivante : abolitionismus@immerda.ch

Les films sont projetés avec les sous-titres existants.


Limites de notre travail de sensibilisation : 

La sensibilisation seule ne suffit pas à prévenir la discrimination et la violence, et aucun espace n’est en soi exempt de discrimination et de violence. 

Il est nécessaire d’être conscient de son propre rôle et de sa position de pouvoir lorsqu’on est en contact avec des personnes concernées, mais aussi avec des personnes discriminatoires ou violentes. Il est également important de réfléchir à ses propres privilèges et d’accepter que l’on ne peut pas être une personne de confiance pour chaque personne concernée. Des erreurs peuvent se produire, mais elles doivent s’inscrire dans un processus d’apprentissage continu. Nous attendons avec impatience vos retours afin de continuer à nous sensibiliser et d’approfondir notre prise de conscience. 

Si tu as des commentaires sur le contenu de nos positions, sur notre travail de sensibilisation ou d’autres questions, n’hésite pas à nous contacter. Nous sommes également là pour toi si tu souhaites faire le point ensemble sur des événements.

Envoie-nous un courriel à abolitionismus@immerda.ch ou contacte-nous sur Instagram @politmonat_abolish

Informations complémentaires

Qu’est-ce que la sensibilisation ?

Le travail de sensibilisation trouve ses racines dans l’auto-organisation politique de groupes marginalisés – des projets d’habitation féministes aux collectifs antiracistes. C’est là qu’est née la conviction suivante : la sécurité n’est pas un état garanti par les institutions, mais quelque chose que nous construisons ensemble. Le travail de sensibilisation est un travail de protection et signifie : 

-       Une attention particulière aux rapports de force, à la discrimination et aux limites personnelles

-       La solidarité avec les personnes concernées – et non la neutralité

-       L’intervention lorsque des agressions se produisent

-       La prévention, grâce à des structures sensibles mises en place en amont

L'approche de la sensibilisation ne vient pas de la théorie, mais de la pratique : elle a été développée par des personnes victimes de discrimination et de violences (sexuelles) ainsi que par leurs alliés. En tant qu'expert·e·s de leur propre expérience, ils ont créé une position commune issue de la connaissance des rapports de force.


Formes de discrimination

Dans le cadre d’un travail sensible à la discrimination, il est important de reconnaître les différentes formes de discrimination. Nous utilisons le terme « discrimination » comme terme générique pour désigner toute dévalorisation arbitraire mais systématique, tout recours à la violence ou toute autre forme d’exclusion. Il existe par exemple une discrimination fondée sur l’origine sociale ou culturelle (supposée), l’apparence physique ou le genre attribué. Les discriminations se produisent à différents niveaux, c’est pourquoi les possibilités d’action varient en fonction de la forme et du niveau de discrimination. 

D’une part, on peut réfléchir, au niveau individuel, à la mesure dans laquelle on se comporte de manière discriminatoire en tant que personne. Partir du principe qu’une personne BIPOC* ne comprend pas l’allemand est une manifestation de discrimination raciale. On parle alors d’« othering ». Cela signifie qu’on attribue à une personne, par défaut, le fait d’être « différente ». L’intention derrière l’acte discriminatoire n’a ici aucune importance ; c’est l’effet sur la personne concernée qui est déterminant. 

D’autre part, les discriminations sont ancrées structurellement. Cela signifie que des personnes sont discriminées par des lois ou des institutions. Par exemple, par l’incarcération pour séjour en Suisse sans autorisation. La discrimination structurelle nécessite souvent une organisation collective de grande envergure, impliquant de nombreuses personnes, pour pouvoir être endiguée. 

Il est important de noter que, malgré la distinction entre les formes et les niveaux de discrimination, les frontières ne sont pas clairement définies. Notre comportement en tant qu'individus est fortement influencé par les systèmes dans lesquels nous évoluons. Les États qui considèrent le capital comme le bien suprême et la richesse maintenue par l'exploitation de la majorité mondiale s'appuient depuis des siècles sur la valorisation et la dévalorisation des personnes et des groupes.

Les origines des différentes formes de discrimination sont souvent les mêmes. Ainsi, le racisme et le cissexisme (discrimination à l’encontre des personnes qui ne s’identifient pas au genre qui leur a été attribué à la naissance) sont directement liés. Au cours de la colonisation, la racialisation déshumanisante des personnes noires s’est accompagnée de la dévalorisation des identités non binaires.

L'intersectionnalité constitue une approche essentielle pour appréhender et lutter contre la discrimination. L'intersectionnalité désigne la prise en compte et la mise en avant des expériences qui naissent à la croisée de différentes formes de discrimination. L'interdiction de porter la burqa est une forme de racisme et de sexisme qui touche exclusivement les femmes musulmanes. Les femmes trans* noires sont particulièrement souvent en situation de précarité financière en raison du racisme anti-Noirs, du cissexisme et de la misogynie ; leurs expériences spécifiques de discrimination multiple sont également appelées « transmisogynoir ».

Il est important de prendre en compte les expériences des personnes victimes de discriminations multiples, car sinon, les réalités de la vie sont rendues invisibles et les exclusions sociales ne peuvent jamais être complètement surmontées. 

D'autres formes de discrimination sont énumérées ci-dessous, sans prétendre pouvoir rendre compte de toutes les expériences de discrimination. Cette liste ne signifie pas que nous avons surmonté ces formes de discrimination, mais vise à sensibiliser à leur existence et à inviter à une réflexion critique :

- Capacitisme/hostilité envers les personnes handicapées

Discrimination à l’encontre des personnes qui ne correspondent pas à la norme physique et psychique de la « santé ». Elle touche notamment les personnes ayant un handicap physique ou une maladie chronique. Elle se manifeste par exemple par des barrières architecturales (escaliers, dénivelés) qui rendent l’accès en fauteuil roulant impossible, ou par l’absence d’espaces de retraite pour les personnes autistes dans des lieux surchargés de stimuli.

- Homophobie

Terme générique désignant toutes les formes de discrimination à l'encontre des personnes queer. Elle peut inclure l'homophobie, comme les procédures d'adoption compliquées pour les couples de même sexe, ou la transphobie, qui se manifeste par des obstacles institutionnels à l'accès aux soins médicaux de transition. 

- Classisme 

Discrimination à l'encontre des personnes issues d'une classe sociale précarisée. Elle se manifeste notamment par la violence physique à l’encontre des personnes sans domicile fixe, l’absence de structures d’accueil et la criminalisation et l’incarcération des personnes qui ne peuvent pas payer leurs factures. 

- Racisme/rassification/discrimination raciale

Le racisme désigne la construction arbitraire de « races » classées selon une hiérarchie. Les personnes qui ne correspondent pas aux normes blanches sont racialisées. De ce fait, elles subissent une discrimination raciale, telle que l’interdiction de travailler, les expulsions violentes ou le profilage racial par la police.

- Sexisme

Par sexisme, nous entendons la discrimination et la dévalorisation des personnes en raison de leur genre.

Dans une société patriarcale, ce sont surtout les personnes non cisgenres masculines, c'est-à-dire les femmes, les personnes trans* et inter*, qui sont touchées. La masculinité cisgenre est considérée comme la norme à laquelle tout est mesuré. Ainsi, par exemple, les femmes, les personnes trans* et inter* sont exposées à un risque plus élevé de blessures et de décès, car le système de santé et les soins médicaux sont conçus pour l'homme moyen. Un autre exemple : la violence sexuelle n’est pas reconnue par le système judiciaire, sauf si un « non » a été explicitement exprimé verbalement. 

- Lookisme

Discrimination fondée sur le non-respect des normes de beauté, que ce soit par l’habillement ou la morphologie. Elle se manifeste par exemple par la remise en cause des compétences dans la vie professionnelle quotidienne en raison de l’apparence physique.

- Antipathie envers les personnes en surpoids

Discrimination à l'encontre des personnes en raison de leur poids élevé. Elle se manifeste notamment par le fait de ne pas prendre au sérieux les préoccupations de santé dans les structures médicales, où la cause des troubles est souvent réduite au poids corporel.


Prévention de la discrimination : 

Il existe différentes façons, en tant qu’individu, de rendre les lieux et les événements aussi peu discriminatoires que possible. Une prise de conscience des privilèges peut mettre en évidence les domaines dans lesquels on a peut-être encore intériorisé des normes. Si l’on s’identifie comme un homme cisgenre et qu’on est perçu comme tel, on peut moins remarquer que l’on accorde moins de respect aux autres personnes dans les conversations. En être conscient aide à éviter plus activement d’interrompre les personnes TINFA*. Dans un travail sensible à la sensibilisation, les besoins des personnes concernées sont au centre ; c’est pourquoi il est important de se confronter en permanence aux réalités de vie des personnes victimes de discrimination. Les expériences et les classifications ne doivent pas être remises en question, mais acceptées. Reconnais tes propres limites en matière de connaissances et d’expériences personnelles. Même s’il est parfois difficile d’accepter la confrontation avec ses propres schémas de pensée, il est important de ne pas réagir de manière défensive, car cela reviendrait à minimiser le préjudice subi par les personnes concernées. Si tu perçois une situation d’abus chez d’autres personnes ou si tu as un mauvais pressentiment, tu peux faire appel à d’autres personnes, comme l’équipe de sensibilisation, pour obtenir de l’aide.